Full text: Lübeckische Anzeigen 1800 (1800)

  
  
2) Borladutg; 
&4 hat, nach yunlänafl erfolgtem Khlerben des 
Moofhzkers Zobann Gotrlıed Birrenklse, in Schmartkit, 
‚Herr Sanıleyafieflor Hanfen , zu Lübeck, als gerichtlich 
bestellter Curator der Wirtwe Kouife Gatharine Bierens 
Elee, yebornen Boberg, ben hiefigem uutsgerichte ans 
gezeigt, wie nurgedachte feine Gurandin, in natürlicher 
SBormund(haft Ihrer mit genegnten ihrem Ehemann ers 
zeugren Kinder, den Nachlaß deflelben, bewandten ums 
fanden nad), eventualiter NUF cum beneficio Jegis et in- 
ventarii, weiches fie fich ausdrücklich rejervire, ANzUETES 
gen gemeint fen, und in foldhem Ybjehen , um jenen 
Nachlaß in gehörige Gemwifheit zu fehin, um Erlafiung 
eines lendüblihen Proklams anfırken müfe, 
Senn nun dies Prokklam ud zu Nıcht erkannt mot; 
den; Als werden alle und jede, soeiche In des worbefags 
ten Ypothekerg Johann Sotilieh Bierenklee 
Berlaffenfchafet Anfprüche und Zorderungen zu haben 
glauben, fo wie diejenigen, meldhe ihm (wa mit Schul; 
Den verhaftet find, oder Dfänder von ihm In Händen 
haben, biemit vorgeladen und angewiefen, daß fie, und 
zwar die Sinbeimifchen innerhalb {.dh8, die Auswärtigen 
aber, unter Befiellung eines Procurator$ ad acta, ir 
nerbalb zwölf Wochen, benzes von dem Datum diefes 
MNroklams angerechnet, ihre refp, Forderungen und Schul; 
Den auf biefigem Amte, unser Produsirung der etwa In 
Händen habenden originalen Document , gehörig anges 
ben follen, mit der ausdrücklidhen Verwarnung , daß 
die Gläubiger, welche fich binnen dem vorsefhriebenen 
Termine vos refp. fedy& und zwölf Wochen nicht gemels 
der, mit ihren On HNA weiter nicht gehöret, die 
Schuldner und Yfandinhaber ober vefp. in Doppelte Zahs 
Tung condemnirt und ihres Pfandrechtes verluftig eıHärt 
werden follen. E 
Kon jener Angabe begm Profefiongprotocole werden 
jedoch nachdenanute fünf Gläubiger In Kückficht folgen; 
der ihrer protscallirten SchHuldfortderungen ausdrücklich 
ausgenommen und difpenfirk, nämlich: 
3) der Zrau Neichsgräfinn von Holmer hochgeboren 
7 mit  266Mthlr, 3280. 
2) der Kraßenmacher Semp hiefelbft mit 100 — 
3) die Wie. Yınna Dorothea Hung, 
geb. Latendorf zu Techau Mi? 133 — 16— 
4) der Hufener Hans Hinrich Latens 
orf zu Techau mit 133 — 16-— 
4.5) die Ehefrau EAU m 
Traugott Schmidt hiefelbf: 13 — 
Unser dem vorgedruckten Kalrenh3fij hen Ymtsinfiegel, 
Swartow ben 3, Dech, 1800, 
(L. 5.) Hochirff, Yilchöf, Yübed, 
. Yıntegevicht Ci s 
tele, 
De van dem ver/hollenen Marsin Jacob 
Dabes, za:lcher hier zu Stralfund im Jahre 1758 nad 
dem Tode feines Taterk, des Hopfenmifers Martin 
Dabes gebohren if, und welcher in ben hren 1761 
Dig 1762 als Zelbiergefele den dem Wundatite Rache 
mann ia Z2beß geftlanden, fidh aber yon dort heimlich 
entfernet Dat, fi diefer giraumen Zeit überall Feine 
Nachrigten su erhalten geweln And, und nunmehr 
Deffen verordneter Curator der du, Srichfon auf jeine 
TodegerWärung und die Huofertigung Der zu diefem Des 
Huf ndchigen Droclame anzuiragen Der t marden, 
diefes Sefuch auch nach abgefiattet BE nn Cibe 
des üh RECENT Erben bemwilliget & nacdhfchende 
DHffensliche Ladung erkannt if: fo wird | dur) der ads 
wefenös Martin Zacab Dabes, DD, WINK 
  
   
— 16— 
  
   
    
   
TEC EEE NE TEE NS EEE € X 
berforben fin Sollte, werben au deffen Undelannte 
Erben yoraeladen, (id binnen prächsflyifher Zeit Eines 
Sahrg, vom untengifesien Lage an gerechnet, vor Der 
Kammer perfönlich d.c burd einen BerollmähHsigten 
zu Helen, Lengere auch angemiefen, für Necht zur Schr 
{haft hinlanglich zu beglaubigen , midrigenfalls durch 
MPraclufivErtenntnif, als wehde den 9, Dech, 130E in 
Dfienslicher Diar erlaffen werden (al, die gänzlidhe Als 
weifung erfolgen, und dır verfiholene Martin 50 
cab Dobes für todt erkidıet, auch fein Bermägen Den 
yechrmäfligen Erben verabfoiget werden wird, 
tralfund den 3, Decd, 1800 
Beros dnese Camerarii der Stadt Stralfund, 
gefel Die benden hier in Yrbeit geflandenen Tilchlers 
ellen 
Conrad Schulenburg, 24 Yahre alt, aus 
Yıremen, und 
Zofenh Kodim, 22 Jahre als, au! Dem Ungaras 
i fen shnweir Großwatadiln 3€ / 
find ihrem Meilier aus der Yıbeiz gegangen, UND al Deren 
Fortfegung gerichtlich angewiefen ; haben jedoch deshalb, 
weil der Weiter ihr Ungefinnen, ihre Zehreungstoflen, 
auf der Herberge zu bezahlen, nicht bemilliger hat, nicht 
parivren (wollen, jınd dieferhalb mit einer Seldfirafe bes 
Leget, und wiederum zur Yrbeit ben GefüngniSfrafe ange 
miejen; find aber darauf nicht nur B4lmlich und ohne 
Kundfhatt entwidhen, jondern haben ac aud) unters 
fangen, zweene von dem Conrad Schulenburg unter‘ 
{chriebene ud fälfchlid) aus Gnojen datirte, Briefe and 
YUmt und reipective an die Gefellen zu fihreiben, worin 
fie theils ihren Meifter und defjen Werkgieile fhimajen, 
N KRE KAFSN NE GECATI ID BED ORT Sehs 
, / au rer biefel ; 
weitig gemachten Schulden verlangen, HEREIN EPDEN 
ann nun diefes Reichs fhlußmidrige Benehmen eine 
MUnrerfuchung und Beahndung, zur Beybehalrung der 
bisherigen guten Ordnung und Ruhe in den hıefigen 
Yemrern erbeifher; fo laden Wır Hürgermeiflere und 
Math der Stadr Monk euch, die vorbenannıe bende ents 
wichene Sefellen, biedurh dahin ecistaliter Mor, DOf Ihr 
auerfüvderfamft, und Langflend in dem auf dem 8, QZuu40 
£, 3, Des Morgens 1m 10 hr, vor Unfe.nt veyocineten 
Gtradtgerichte hizzu anberahmten Terminn, ptL[öuLid) et 
feheinzt, und euch diefsrhalb rechfferziget. 
„Shur ihr folches nicht, {0 fol EEE 0 contumaciam 
den Nochten nach und Reiche fchlugmüßig verfahren wers 
den; geßalten wir dann alle und jede Dbrigkeisen und 
Sevichte, In diven Borhmäßigieit ihr euch nach dem 
gren Sanuar, e$ fen über Erz oder über lang, betreten 
Jefien werdet, hicdurdh zur Hülfe Rechtens angelegents 
Lichft und geziemiend erfucden, Daß fie eud), in fo ferne 
ihr curc Folgeleifiung nit erweifen Fönner, zur JDate 
buingen, und Uns Daoon zum Zw der Entgegennahme 
gurer Perfonen, zu binachrichtigen Gentigen ; als mweld)es 
Wırin ähnlichen salen zu ermwicdern une Mangel n tDlieN, 
Publicatum Jul Senatus. Roßockiden 20, Octob, 1800, 
Muf Anbalten des Idblichen vormundfchaftlichen 
Gerichts des combinirten Oper, und NorderKirchfpiels 
diefer Landjchaft , werden alle und jede, weiche aus IT 
gend einem Grunde an den gefamten Nachlaß des auf 
dem Wuthe Staderhof verfiorbenen vormaligen Hrlans 
ders Yerer Zriederigmfen, entweder als Erben 
oder alg Gläubiger irgend einige Anfprüche zu haben 
yermeinen, oder dem Defuncto mit Schulden verhaftet 
find oder Dfänder von ihm befißen, bhiedurch refp, ben 
Strafe der Präckufion und des ewigen Stilichweigens, 
  
        
  
 
	        
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