Full text: Lübeckische Anzeigen 1800 (1800)

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eubekifGde Anzeigen 
  
Dr. 97. Sonnabend den 6, December 1300, 
NOTIFICATION, 
E: hat Sin Hochweifer Rath hiemit ver: 
ordnet, Daß Der in Diefem Jahr unmittelbar 
wor dem Sonntage einfallende dritte Weib: 
Kachttag in Tiefer Stadt und deren Gebiete 
nicht q-reiert und Diele Berork nung zu Yeder: 
mauns AL Tenfchaft Durch Die biegen Öffent- 
fichen Yuzei zer und fonft gewöhnlicher Drren 
bekannt gemacht werden folle, Ita decre- 
tum in Senatu d. 3. Dec, 1800. 
S. N. Büncekau, Secretarius, 
  
I. Suftig: und Polieyfachen, 
MANDAT 
zu Anordnung der Borkehrungen wider die 
Feuersgefahr im Schaufprefbauf?, 
Demnach die veränderte neue Einrichtung des 
"* "Schaufpielhaufes einige Abänderungen der in dem 
amı4 Yanımr 1753 pubdlıcırten Maudat, angeord; 
neten Verfügungen unumgänglich nothwendig 
macht, fo verorduen Wir Zürgermeifter und 
Rath der Kanferl, und des Heil, Nömifchen Reichs 
freyen Stadt Lübeck biemit nuymehro; 
ı) Die Feuer-Sprüße dort foll nebfi der Zus 
behör und der vollen Wagferküpe auf dem Hofe 
fehen; zum Sprügenbehältntf aber follen zween 
SAlüffel feyn, deren einen der Eigenthlimer des 
Haufes, den andern deffen Zimmergefell, welchen 
er während der Schaufpiele immer im Haufe und 
für deffen jedegmalige Anwefenheit er einzußeben 
bat, bey fich tragen muß. Die fogenanute Balgen; 
fprüße nebft drey Feuer: Cimern ift über dem Zheas 
ter auf dem Boden, und von dem Eigenthümer 
ein volles Dyhoft Waffer daben zu feken. Bey 
dem Theater im Gange müffen zwo große Balgen 
mit Waffer nebft zwo Handfprüßen, und daben 
zmween zuverläffige Feuermänner beficndig bereit 
feyn. Gedachtem Zimmergefellen fol der Sprüßens 
meifter zum Gebrauch der Sprüßen die ndthige 
MAnweilung geben, auch dazu antworten, daf die 
Sprüßen in brauchbarem Stande bleiben, 
2) Von der großen hereinfchlagenden Zhors 
megethüre, weil eine dahınfeh!agende Zhüre aus 
dem Shyaufpt Ihanfe In den Iho/veg gebet follen, 
jobald das Schaufprel angefangen, auch das Haupt: 
fchloß aufgefchloffen und bISK” cin Miegel vorges 
fjoben werden, damit nöthigenfallg die Zohrem 
augenblicklich gedfnet werden Fbunen, Und er if 
der Sergeant cder Feldwebel, der Lie Wache hat, 
verpfluch er dafür zu furgen, daß diefes bewertftiels 
liget meide, wozu er fich des Zunmergefellen, der 
dıe Aurficht aur dem Theater hat, bedıemen kann, 
3) (uletchwie zu Erhaltung der Innern Ruhe 
und B.obachtung der Feueran kalten jedesmal ein 
Deere fc. vom Diquer, ein Zeldwebel, und anffer 
den gen nlıchen benden @renadieren am Eins 
gange des SchaufpteIhaufes, noch vier Mann coma 
mandirer fu, davon zween auf bem Borplak der 
Gallerie zwischen den benden Treppen, der dritte 
auf dem Borplaß der zwoten Mangloge vor der 
3 Hlhre des alten Conzertfaal®, und der vierte auf 
Bam Zbewter dor der Xhüre rechter Hand, die 
nach dem Bange führet, th: cn Doften haben; Alfo 
foll der Feldwebel, fo bald das Schaufpıel anges 
fangen, von dem E,genthümer des Hanfes den 
Schlüffel zu der auf der zwoten Mangloge zum 
alten Conzertfaal führenden Xhüre fordern, und 
nachdem er ihu probivet, folchen an die vor der 
Saanlthüre fehende Schildwache geben, welche ben 
Feuerggefahr cder Lerm fofort aufichlieffet, damit 
alle auf der zworen NMangloge und der Galles 
rie befindlıche Pırfonen, ohne die Ireppe herab: 
zufommen, durch den alten Conzertfaal, und fo 
weiter durch das andere Haus eilen Fönnen. Zu 
dem Ende müffen dann die bzyden auf der Gallerie 
poflirten Schildwachen fogleich ua dem Vorplatz 
der zwoten Rangloge herunter gehen, dafeibft vor 
die Treppe fich ftellen und gemeinfchaftlıch mit der 
Schildwache vor dem Saal verhindern, daß nies 
mand die Treppe herunter gehe, MNichr minder 
foil derfelbe fih den Schlüffel zur mittlern Zbhüre 
des Parterre geben laffen, und foldhen bey fich bes 
halten, unr mit (elbigem, ben entftandenem Yerm 
oder Gedränge, diefe, gewöhnlich zur Verhütung 
der befchwerlıchen Zugluft gefchloffene Zbhüre, Sfnen 
zu laffen. Nach geendigtem Schau piele werden 
von dem Feldwebel diefe denden Schlüffel dem Eis 
genthümer des Haufes wieder überliefert, 
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