Full text: Lübeckische Anzeigen 1800 (1800)

  
XI. Dienfte. 
1) Dienfte münfhen: 
Sinauswärtiger Junger Menfch von guter Erziehung, 
der in der framzöfijchen und auch ermas ın der eng!ifchen 
Sprache geübt if, auf Oftern an einem Comtoir al$ 
Lehrling. 
$ Eine gefunde Säugamme, und kann ihn gleich an: 
treten, 
2) Yırfonen merden verlangt: 
Muf einem Buthe im Holfteinfchen ohnmeir Lübec 
eine erfahrne Haush!terin,_ die auch befonders im Kos 
hen gefchite fenn muß, Sie kann den Dienft gleich 
Antreren, Re 
Ö Bei einem Perukenmacher ein nicht 
Lehrburfche, _ 
XI Familienbegebenheiten. 
3) Sterbfalf, ; 
Am Montag 30, Desemb, v, X. Karb mein gelichter 
Sohi, Johann Hinrich, ım 22fen Sahre feines Lebens, 
an einer (angwicrigen Ausschrung 
und meine Frau jchmershafte: 
meinen Berwandien 11 Srenuden € 
A 
  
zu Heiner 
  
   
   
   
  
    
    
  
  
  
Dar m 
Um erfien Tage diefes neuen Yahıs 18 ung der 
Tod auch unfern jüngjten Sohn, Zo-ann Kacob Sıiederich, 
alt ı Jahr, ı Monat, 19 Tage, welches wır unfern Freun: 
den hıemir anzeigen, 
. $. Bunge und Frau, geb, Lenfchau, 
Den 1. Zanuar Abends um 6 Uhr gefiel es der Bors 
fehung des Höchften, meinen gelichten Älteften Sohn, 
Gotrhard Hinrich, nach einer Eurzen Krankheir, in einem 
Ylter von 20 Jahren 5 Wonat von diefer Welt abzufodern. 
Er war die Stüße unfers Alters, Diefen für mich und 
meine Frau jehr fchn:erzhatren Berluft hade ich) meinen 
Verwandten und Freunden hiedurch fchuldigft anzuzeigen 
nicht ermangeln wollen, Hans Diederich Dörring, 
Sn einem Ylter von 10 Monaten und 25 Tagen 
eindere am 31. December v, I, des Ybends um 104 Uhr 
meine einzige Tochrer, Johanna Margaretha, ihre oifche 
Kaufdahn, Meberzeugt daß alle die Diefes Lebensmürdige 
Kind Fannten, mit mir feinen frühen Zod beklagen wer: 
den, verbitre ich alle Verlicherung theilnehmender Freund: 
haft, Friederica Maugaretha Martens, 
geb, von Duhn, 
XIV. SGeftohlne, gefundene, verlohrne Sachen, 
I) 6 foblen iA z 
„Den 2, Ian. , mahrfcheinlich zwifchen 12 und 1 Uhr. 
Mittags, aus meinem Wohnzimmer ein zugerauchter 
Mmeerfhaumener Pieifenkopf mit Ciber befehlagen , und 
fechs Alberne Theeldvel mit dem rigafchen Stempel und 
dem Namen Urfula ‚Hafıflein geb, von Yhuufen 1787 ge; 
seichnet. Sollten diefe Sachen jemanden zum Berkauf 
gebracht werden, fo erfuche idy felbige auzuhalten und 
gegen eine Belohnung an mid) einzuliefern, 
2) Gefunden ift: 
‚Am Sonnabend Abend den 21. Decembr, von der 
Schilswacht Unter der Braunfraßen Pforte eine Stange 
Eifen; imgl, am mitrelfien Feyertoge Übend wieder auf 
der nemlichen Stelle och drey eiferne Ltangen, welche 
wahrfcheinlich haben eniwandt werden follen. Wer fıch 
ieju legitimiren Fann, geliebe fich auf der Schipergefells 
haft zu melden, pt. Melteften der Schiffergefellichaft, 
  
Um 1. Kar, Nhends wieder von der Schitdmache, 
auffer der Yraunfirafienpforre, zwei Stangen Sifen, wie 
q 
  
  
  
auch den 2 „bei der Tılchfiraßenpforre eire Stange 
asır fegirimiren Fann, Deliebe fich auf 
1 den 
        
   
der Schi Tergefellichaft, 
Um Dienfiag den 234. Dec, eine Zaftagie Bier oder 
Schi ebier, ] 
Em povcellunener Deckel, vermuthlich von einem 
Porpourritopf. 
3) YVerlokren if: 
Am dritten Weihnachtrage von Jacobi Kirche nady 
der großen Burgfiraße, den Klaufenwall herunter nach 
der Heinen Burgtrage, eine goldene mit den Buchkaben 
CE H durchbrochene Tuchnadel, Wenn ein guLdenkender 
Menich ne gefunden und felbige an die Eigenthümerin 
wieder abgiebr, fo hat er eine angemeffene Beloonung zu 
erwarten, 
Der zweite Theil des Buches: Kinaldo Ninaldini, 
in braungefprenkelrem Papier gebunden , Sonnrag den 
29. Dee, Abends, von der Meng: bis in die Mlıhlens 
firaße, Wan birter denjenigen , welcher diefes Buch ges 
furden har, davoy Anzeine zu machen, und wird ibm er: 
forder lichen Falles Gerne e1.,e billige Belohnung zugefkanden. 
An Donnerfktaqg Abend auf dem Wege vom Komd; 
dienhaufe nach der Mühlenfiraße ein wenjes Tajcheatuch 
mir einer vothen Kante, gezeichner S.6,. Der redliche 
inder deffelben wird erfucht, e& gegen eine angemeiTene 
elohnung abzuliefern. 
Yın zweiten Feiertag eine Börfe von rorthem Mas 
roquin mir zwei holland, Ducaten , einem alten Rubel 
und verfchiedenen Marken Cour, Der redliche Finder 
wird geberen, fe gegen eine Belohnung abzuliefern, 
Den 31, Dec. v. I. eine fülberne eingehäufigte Tas 
fehenubr. Der redlich. Finder wird erjucht, foldhe g, 
gegen eine gute Belohnung wieder abzugeben, 
Da nach dem unglücklichen Brande am 29. Decbr. 
Mbends, verfhiedene Sachen von Werth, unter DU 
auch ein Berrächsliches an Yeinewand, K. gemerkt, Ders 
mißr werden: fo birret man alle Gurdenkende, die fols 
des erwa in Berwahrung genommen haben, es dem Sis 
gener geneigt zufßellen zu Laffen. 
XV. YAllerley. 
gl Zekannrmadung, 
Die Sefellfchafz zur Beforderung gemeinhüßiger 
Thärigkeit verfammler fıch am Dienftag den 7ren diefes 
Monats,in dem Haufe Nr, 3 in der obern Zohannisfiraße, 
‚Mir der leßren Poft habe ic) endlich die Defignas 
tion, vou Schir, N, H, Wejiphal aus Yernau, ver 
die geborgenen Waaren erhaiten, welche gegen Schein 
von mir zur Durchicht zu babenıf. 3, D. Zand, 
Mırcwod) den 3. Zan, bin ich AH 4 Das Mörgs 
————————— 
  
  
bier zum zweitenmal zu brauem, a Faß 13 uf Kiebhas 
ber Fonzen ganze, halbe und viertel Faber, auch Schifss 
bier das Sa 0 881. bey mir erhalten, 
N Zochum Erich Wwe, 
Mar fucht Logis und Nufvartung für cine bejahrte 
., Ein ausmärtiges honerte$ Frauenzimmer fucht auf 
einige Monate ein gutes Logis hier in her Sradt, wo 
feloiges zugleich gefpeıjer werden, und gute Sejeilychaft 
haben Fan.
	        
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