Full text: Lübeckische Anzeigen 1799 (1799)

fen am Kauhofe vor dem Clever Vicariegericht zu erfchei; 
ungenAu Juftificiven und weitere rechtliche 
Wefigin gemwärtigen. " 
edoch find die bereits befriedigten Creditores fo mie 
vverend! Cap’; abfeiten der Geniner Kirche, 
an Bürgermeißerin Peters hiefelbfi, der Frau Cams; 
Ö yickern, und des Hufeners$ Evers zu Oncs 
irten Forderungen nicht mit begriffen, als 
von den Erben agnojfckt, und von dem 
Al der Scharfenbergfchen Stelle, Hufener Hildes 
Krand su Gieve mit übernommen find, und derentwegen 
zu fomer Zeit vbllige Nichtigkeit getroffen werden fol. 
Gegeben im Clever Vivariegericht den 3. Det. 1799. 
(Ls.) Y. S. Krohn. 
Tr. Fonigl. Majeftät zu Daännemark, Norwegen 2C, 
c zum Ploenfchen Conjiftorio allerhöchft Berords 
nete n hiemit zu mwiffen, daß Pbilippine Nathye, geb. 
X upont cum Curat. hiejelbft wider ihren bisherigen Che; 
mann Georg Hinridy Rathje in pcto, d KMolution:s matri- 
monif qu0ad v'ıca'um Flagbar geworden, und, da fie von 
dem gegenwärtigen Yufenrhaltsorr deffelben aller anges 
mandten Mühe ungeachtet nichts in Erfahrung bringen 
Fonnen, um die Erlaffung einer Sdictalcitation geziemend 
cn hat, Da mir nun diefer Bitte hatt gegeben has 
fo citiren und laden Wir dich vorgenanuten Georg 
ip Marhie hiedurch eins für allemal und alfo perems 
%, daß du did) den 5. Decemb, d, Z. wird feyn der 
gr 5 nach dem erften Advents: Sonntage zu rechter 
Waygeszeit vor dem verfanıleren Gericht hıefelbft in Perfon 
oder m Fall mürklicher Ehehaften durd) einen genugjam 
MBevolinrächrigten einfindeft, dasjenige worauf deine Ches 
frau in terinino wider dich antragen wird, vernehmeft, 
  
  
   
    
    
    
  
   
  
   
  
  
darauf antmorteft, und rechtlichen Sprud) gewärtigeft,. 
mir der augdıücklichen SBermwarnung, daß im Fall du 
nicht erfeheineft auf den Mırrag der Zmplorantin in con- 
tuma iam mwıder dich erkannt, und die zwifden dir und 
dır Impforantin biszer beflandene Ehe quoad vinculum 
mes aufgehoben werden, Wornad) 26, 
Ploen den 7. Septbr. 1780 
Sr. Fönigl. Majeft, zu Dannemark, Norwegen zum 
YPloenfchen Confiforio allerhöchft Berordnete, 
In fidem S. Franzius, 
an durch das unter den zten Yırgufi des vorigen 
Sahres erlaffene Publicandum EN he befannt 
emadjt worden, daß dem Bäckergefellen Chriftian Ros 
Srabn zu Daflon dag Wefen und die Wirthfchaft (eines 
verfiorbenen Vaters des Meifter Robrazn dafelbft, Jedoch 
anter Bormundfchaft des derzeitigen Orts Schultheiffen 
Acersmann Faafh, und des Tifdylermeißters Haader 
beide auch zu Daflow, und zwar zur Probe, ob derfelbe 
im Stande fen, einer BWirthfchaft vorsuflehen , anvers 
trauet werden jolle, hiebei aber nicht weniger zu jJeders 
manns Wiffanfchaft gebradyt worden, daß derfeibe wähs 
rend feiner Unmundigkeit nichts vornehmen, Feine Schul; 
den contrahiren, auch fonft Feine Sefhärte abjhliefen 
Eönne und dürfe, als nur wie fıch auch von felbft verfies 
het, mit Borwiffen und Einwilligung eben genannter 
Wormündere, aud) annoch bei Erlangung feiner Müns 
digkeit alles in der väterlichen Strelle dem Invenrawio 
emäß dem Serichte hiefelbf wieder abzuliefern (huidıg 
fi „fo if diejes Fertere nunNmehro da der Bäckergefelle 
obrahn feine Mündigkeit erreicht, und nun diefe Stelle 
als feine eigne antreten pl, gejhehen, und nad) beiges 
Brachtem Zeugnif feiner bisherigen Bormündere alles in 
Katyquo, Und fo wie e$ ihm Hbergeben gefunden worden, 
VE 
Wenn alfo nunmehro die bisherige Mdminifration 
aufhörr, die Robrahnfche Bormündere Faafch uxd Ha 
von ihrer zum Wohlgefallen der Surhsherrichaft und 
Obrigkeit geführten Bormundfchaft völlig entbunden und 
befreier worden, Ddieferhalb aud) Feine weitere Verant: 
mortung unterzogen werden Fönnen; fo wird hierdurch 
nicht nur diefes alles dffentlid) bekannt gemacht, fondern 
auch dabei diefes, daß alle dennoch, und ohne der VBors 
mündere Einwilligung allenfalls contrabirte Schulden 
dem vorigen Publicando gemäß für ungültig angefehen, 
und die allenfalfige Creditoren in die ihnen augedrohete 
Foen des Berlußes ihrer Forderungen verfallen fenn. 
Urkundlich meiner des Suchsherrn und Obdrigteit 
eigenhändigen Unterfhrift und Beidruckeng des Gerichts 
Siegel, So gefchehen Lürgenhof den 20, Septbr, 1799, 
yben, 
n dem Rethwifcher Dorf, Amts Nethwildy, hat fi 
neulich einer_der EEE dafelöf (N a 
Ten bereden laffen, denfelben zum Ynkaufe einer Tas 
henuhre , weldhe diefer von einem ihn begleitenden 
angeblichen Franzofen für 60 NMthlr, gekauft , 52 Nehlr. 
Anjuleihen, wogegen der Eingefefjene die Uhre unter der 
Berficherung, daß fie anı folgenden Tage wieder eingelds 
fet werden folle, in Vermahıfam genommen, Da nur 
big igt Niemand fc) eingefunden har, und hierunter 
alfo ohne Zweifel ein Berrug obwaltet, fo werden alle 
diejenigen, welche an diefe Uhre rechtliche Uniprüche zu 
haben vermeinen, hiedurch aufgefordert, fich mit felbi; 
gen innerhalb ı2 Wochen vom Tage diefer Bekanntmas 
hung an unter Befellung der erforderlichen Pro: nratur 
adacta von Auswärtige fub poena prrec'nfi Ar die Xbnigl, 
Methwischer Amırflube zu wenden und demnächft weitere 
Berligg Mn Tre if 
ie Ubre welche platt if, und die Form und Größe 
der fogenannten Schwedigchen Uhren hat, und eine Da 
menubre war in einem ehemals weißlidh gewefenen etwas 
fchmugigen ledernen Beutel, weicher eigends dazu ges 
macht zu fenn fchien, an einem oben durch denfelben ges 
zogenen ledernen Bande verfiegelt, Das nicht vollig 
rein ausgedructe Pertfchaft fellt einen Anker vor, an 
deflen linker Seite ein lateinifche$ N an der rechten Seite 
ober ein lateinijdes S. T oder ) befündlich if. Yn der 
Hbre if ein In einem Knoten g chlagenes feidenes Band, 
hellblau und mit fhwarzen Streifen, die aber nur auf 
der einen Seite der Länge nad) mit Queerfireifen herunter 
gehen. Das BD der Uhre if dem Anfeen nach 
von (hledtem Soloe, auf der Nückjfeite von erhabnem aber 
ungejehr in der Mitte gefpaltenem Slaje und (chließt 
nicht recht feßt. Das Zifferblatt it von weiffer Emaille, 
mit einem {dhlichten en En Stunden s und Mınutens 
zeiger , arabaichen Zahlen und das Aufsichlody auf dem 
Binerblatre, Das zweite Gehäufe ift dem Anfehen nach 
von ıchlechtem Golde, auf der obern Seite an der Glas 
fcheibe rings herum mir Feinen weıflen Steinchen bejeßt, 
die (chon etwas angelaufen, und matt, und allem Anfes 
TOE unächt, übrigens aber ınbefchäbigt zu fepn 
Heinen. Auf der Rückfeite if cur Gemählde auf Cmaiı'e, 
ein Frauenziramer mit einem fleinen Korbe an der Hand, 
und einem Feigen Mädchen zur Seite vorpellend. An 
jeder Seite ik ein Blumentopf mit Bergiemeinnicht abs 
ebuder, und jeder mir drey Heinen Steinchen in vef 
Dım eines Dreneks befekt, Das Gemählde ıfk mir vnem 
Madıat Don eben foldhen Steinchen auf jeder Ecke eins 
ebugen eingefaßt, uud an den runden Seiten des Les 
u1eS mu gelb und biaulıchen Suwlanden auf dur lels 
blauem ‚runde auallur. Inwendig um Geikfe uch® 
Mig Jareinyhen Buchfkaren LETON a0 OavunLer DIE 
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