Full text: Lübeckische Anzeigen 1793 (1793)

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je Schottifchen Pillen, welche das Haupt und die 
D Sinnen farken, vertreiben den SHwindel und Mi 
ränifchen Hauptfchmerzen, reinigen die Galle , und verz 
hindern die Neigung zur Meinnchohe, dfnen die Verz 
ftopfung, befördern den Yuswurf, und vertreiben alle 
ort fufige Feuchtigkeitun des Leides. Sie nnd vortreflich 
ür alle zufommende Unpaßiichkeiten des fhdnen Ge: 
(lets, und tddien die Wurmer ; NMeifende, befonders 
Schrffleute bedienen fıch derfelben mit dem größten Dingen, 
Sie erfordern Feine Megul noch Diat, man tann damit 
efen und trinken was man will, Sıe Fönnen zu allen 
Zeiten gebraucht werden, ben Tage und ben Nacht, man 
fey jung oder alt, ben naffen oder trodinen Better, Man 
wird nicht gewahr, daß man was eingenommen hat, 
Miele Krankheiten, befonders das Podagra werden das 
durch verhütet. Die Schachtel Fofet ı ME. ben Horru 
Cbriftian Zeinrich GSdldelius fel. Wittwe in Lübeck, 
gun jemand Furzes allhier gemachtes Brau Malz 
bendthiget feyn follte , Fan den Verkäufer im Ad: 
dreßhaufe erfragen, . 8 
‘8 YJobann Sinrih YOulff in der Engelsarube if 
Rigafchen Kungens Wund = und Nerven : Balfanı, 
ben Heinen und größern Dortionen , zu haben, . 
I uf hat einen Dchfen zu theilen, erfährt weitere 
y Nachricht im Addrepghaufe, Ef. 
ei iM atlafjener Pelz mıt weißen Befatz If zu ver: 
aufen. 
Medicinifhe Nachricht. 
& if von der fhon lange bekannten und wegen 
ihrer BortreflichFeit weit und breit berühmten, 
auch von Sr, jeßt glorreichft regierendeu Rdmifd): 
Kayf. Königl. Majeftät Jofeph den Andern, allers 
gnädigft privilegirten Zennufche oder Hamburgifche 
mwunderfame Effenz, wiederum eine frifche Parıhie 
angelanget, uud iR folche in Lübeck einzig und allein 
ben Marr, Yac, Müter, wohnhaft iu der Yuylirafe, 
das Glaß zu I2 B. Acht und aufrichtig in Coinmifion 
zu haben, 
Diefe (egensvolle Effenz curiret auf eine fafßl unz 
erhörte, leichte und gefchwinde Art, und wenn auch 
fonftaleMediciu versrcht, und nichts mehr anıdılas 
gen will, ı, 2, 3uni 4:ägige Falte, wie aud) alle hıßiz 
ge Sieber, die Pleurth-, rothe und weiffe Ruhr, ge: 
fchwollene Beine, Herzklopfen, Webelkeiten, den als 
ten Brand, Brechen, Blutftärzung, alten Hufen, 
Kälte im Unterleide, Milzkrankheit, Stein, Gicht 
und podagrifche Schmerzen, alle Arten Lähmung,er 
fey vom Schlage oder (onßen, den Schwindel, aller: 
hand Yusfchlag, den weiffen Fluß und verhaltene 
monatliche Blume, ferner die Meiancholen, Rafez 
rey, Colik, Mutterbefchwerung uud Gelbfucht, Sie 
machet vortreflichen Appetit zum Effen, und wer fie 
nur zuweilen braucht, ift Zeitlebens für aller Fäuz 
Iung, Gefchwären, Schlag und für der Schwinds 
fucht felbf gefichert, fillet Kürzlich alle Kopf: und 
GSliederfchmerzen,wenn auch diefe von Neberhebung 
und Berrenkung entütehen, widerfiehet allem Gift, 
böfer Luft, und der Peft felbft, zumal fie nichteBdfes 
  
  
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in noch an den men(chlichen Korper Fommen läßt, 
reiniget auf eine jehr leichte Weife in Kurzem: dat alz 
fer verftocktefte Geblüt ohne AWderlaffen, moben Fein 
Kräutertranf noch Brunnen:Cur in Vergleich Fonıs 
men fann, daher fie auch) in einigen venerifchen 
Krankheiten, wenn folche nicht zu tief eingewurzelt 
find, mit Nußen kann gebraucht werden, Die Dofe 
hiervon ift ben der Blutreinigung augeze,get, und 
weil man eher zu feinem Zweck Fomut, fo (ind dese 
wegen mehr Zropfen verordnet, Den Kindern vers 
treibet fie den Yanımer und alle Arten von Würmern 
und ift jonft in allen denenfelben zufioßenden Krank: 
heiten al8 die befie Goldtinkrur zu gebrauchen ; wo: 
bey einem jeden die Verfidherung gegeben wird, dafy 
wer diefe Medicin befiändig bey fi führet, weiter 
Feinen Math noch Medıcin int geringften von Ndthen 
har, und mit einem einzigen Glafe alle an ihm und 
feinen Hausgenoffen neuentftehende Krankheiten 
heben Fann, wie die Erfahrung einem jeden mit 
Merwunderung zeigen wird, Uebrigens ift noch al$ 
etwas ganz befondres anzumerken, daß die Natur 
fich nimmer an diefe Medicin gewöhnet, fondern dies 
jelbe, wenn fieaud) alle Zage gebraucht wird, bes 
ftändig das vorhandeneBdfe hebet, dahingegen, wie 
befanntift, andere Medicin, wenn fie einige Lage ger 
braucht wird, ferner bey Frinen Patienten anfchlägt. 
Dap wir Phyfici der Kayferl. freyen Neichsfiadt 
Hamburg die Jennyfche, oder Hamburger wunderz 
fame Effenz, auf Berlangen unterfucht haben, und 
gefunden, Daß (oldıe aus guten ung bekannt gemachs 
ten Beftanbtheilen beftehr, und daß fie alfo eine dien: 
Lche und fehr mirkame Arzenen (ey; bezeugen wir, 
ber Wuahrbetr gemäß, muzunferneigenhändigen Uns 
teifarifsen, ıv yeilchehen Hamburg, den 22fien Nos 
venber, 1779, 
(L 5.) 3. 5: Dolten, Med, Dr. Phyficus Hamb, 
(1.5S,) 5.4. @. Cıopp, Med, Dr. Sub-Phyficus 
. Hamburg, 
Wir Bürgermeiflere undRath der Kayferl, freyen 
NReichstadt Hamburg bezeugen hiemit: Daß die uns 
ter vorflehendem Arteftate befirdlicheNamens{Hrife 
ten des Cdlen, Beftzund Hoch gelahrten Herrn Yoaz 
chim Friederich Bolten, Med Dris, Unfers beftalls 
ten Phyfici, und des Edlen Beftzund Hochgelahrten 
Herrn Friederich Ludewig Chriftian Cropp, Med, 
Dris, Unfer8 beflallten Sub-Phylici, eigenhändige 
Subfeigtione feyn, Urkundlich Unfers hierunter 
gedruckten gewöhnlichen Stadt: Secrret-Siegels, 
Adctum, den 25, November, 1779 (L, $.) 
(L S ) Ex a Commiffione Speda« 
+ 94 ilis Senatus Civitatis Ham 
burgenfis- 
V.RVMPE, Lt, ejusdemque Reipubljer 
Secretarius fubceripfit, 
  
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