Full text: Lübeckische Anzeigen 1793 (1793)

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Kübehe Mnzeigen 
von allerhand Sachen, deren Bekanntmachung dem gemeinen Werfen 
nöthig und nüßlich if, 
66ftes Stück, Sonnabends den 17. Aug. 1793. 
  
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Die Schule zu Rekan. 
CSohluf.) 
Das man ben der Berfeßung der Kinder in die höhere Klaffe weber voreilig nod) partheiifch zu Werke 
ehe, erhellt fon aus den gegebenen Schilderungen zur Genüge; nicht Alter, noch Fürbitte, bloß 
efhiElchteit bewürkt das Hinaufrücken, Der 2te Theil des v, rochowifchen Rinderfreundes wird 
et den Kindern in die Hände gegeben, und man bemüht fich nun vorzüglich, fie-richtig und gut 
ejen zu lehren, Deßihalb gewöhnt man fie zum feten richtigen Gebrauch der Unterfcheidungs- Zeichen, 
die Endfnlben und ießten Buchftaben gut auszuferechen, und die Buchfiaben b und p, d und t rich 
tig zu unterfcheiden. Der Vorlefer mug allein zu hören fepn, und weil das Borkefenhören mehr noch, 
als eigne Ucbung bildet, fo liefet gewöhnlich der Lehrer felbft langfam vor. Dann beginnt die Kates 
chifation über die vorgelefene Gefchichte, und heftcht im Wiedererzühlen der gelefenen Gefchichte, in 
GErflirung vorgefommener fchwerer Begriffe und Sachen, woben aber ftets die fo fehr zu empfehlende 
NRıgel gilt: nicht zu viel auf N erFlären, um Verwirrungen vorzubeugen, Zuleßt nen 
die Kinder die in einem gelefonen Stücke befindlichen Nennz Zeitz und Beywörter, der Reihe nach, 
gufjuchen. 
Die Lcbung im WVergfeichen und Unterfcheiden , die fon in der erften Klaffe 
fteigt nun höher, die Kinder lernen jeßt die Dinge iw gewiffe Klaffen zu Zu um TN ed 
Hauptbegriffen zu Fommen, 3. B. ganze Gefchlechter, Menfchen , Ihiere , Pflanzen und Steine 
oder hefondere Gefchlechtsgattungen anzugeben. Die Begriffe von Urfach und Wirkung, Endzwee 
und Mittel werden jet auf praktijche Falle 8 EEE Xchens recht eigentlich angewendet, und 
auliche Erfenntniß verdrängt. Außer diefen Bez 
  
MAberglauben und fehädliche Frrthümer, durch anf 
griffen werden ihnen auch noch andre entwickelt, und damit fie auch mit einiger Michtigkeit und Drdz 
nung etwas niederfchreiben lernen, fo müffen fie zuweilen das vorzüglichfte von dem, was fie etwa 
vom Religions Unterricht, oder vom Bibellefen, oder von den Gefprächen über den Kinderfreund 
behalten haben, zu Haufe auf ihre Schiefertafel , zugleich mit Anzeige des Gebrauchs , den ie 
davon machen können und wollen, Kurz auffeßen. Oder es wird ihnen ein Spruch aus der Bibel 
der Abficht aufgegeben, um über die Anwendung deffelben etwas niederzufhreiben. Diefe Auffäke 
KA On En dr Ca CHEN en Safunmıendarg nad), vom Lehrer verbeffert.. Zr 
urzen Briefen geben einzelne Säße Stoff und Anleitung, welche dann zu Haufe i fl ) 
und in ed Mr werden. 8 a Eu Dane in Zufanimenhaug 
er Unterricht in der YZaturgefchichte wird fo weit ausgedehnt, daß fie fAhi b ef 
Gott aus feinen Werken zu erkennen, theil8 fih vor mancher (O30lichen Rein An Ol 
bifchen Furcht zu bewahren. Leitfaden dabey ift des fecligen D, Bufchings Unterricht in der Naturz 
Sefhichte, In Rechnen werden nun immer größere Fortfchritte gemacht. Fedes Kind hat nun feine 
cigne Nechentafel, die Webung im Addiren und Subtrahiren wird noch eine Zeitlang auf bie ängeges 
De ed Fortgefeh tr N olgt bie HEHE DR in mal SU auf diefe folgt die Regel de Tri, 
Yegeln von dren Säßen in ganzen Zahlen u. f. ww. — Der Unterricht im ns s 
fehreiben wird nun auch recht eigEnEiih getrieben. ; @ Schön und Keche 
Der Unterricht in der Religion wird in der 2ten Klaffe, nach einem vortreflichen Plane, forte 
gefeßt, Diefemn zufolge wählt man Feinen fArengen und Fünftlich geordneten 3Zufammenhang der einzelnen 
BE ;
	        
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