Full text: Lübeckische Anzeigen 1793 (1793)

N A EA AN 
nbeckiiche Muzeiaen 
von allerhand Sachen, deren Bekanıutmachung dem gemeinen Wefen 
nödtbhig und nüßlid) if. 
24fte8 Stück, Sonnabends den 23. März 1793. 
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Wetterbeobachtung, C) 
Di 08 gleich no fehr fl im Yahı, und Gefonders der Monat pp, der bei uns in Pommern bie 
färfße Winserkälte mis fih zu führen pflegt; fo ik doch aller mögstiche Anfdhein da, daß wir bereits 
alles, mag XBinterwetter heißen fann, überftanden Haben. Die Bermurhungen für diefe bisher einges 
groffene Selindisteit find voriges Jahr im November in diefrn Blättern nach ihren Sründen angegeben 
worden, Die (hreklihen Stürme vor Weihnachten Haben diesmal ffatt der Kälte die Luft reinigen 
müflen, welches fo merklidh war, daß bereits an einigen Orten bösartige faulichte Fieber, Ruhren und 
DBruftfranzheiten auszubrehen anfıngen, aber nach diefen Hefrigen Winden jogleich gehemmt wurden. 
Auch der Winter vom Jahr 1790 bis 1791, der eben fo gelinde war, beftand mehrentheils in Regen 
und Wind. Und fo mie damals die Kälte ein paarmal heftig aufebte , aber eben fo bald wieder 
nachließ, fo auch in dem vergangenen Winter. — Es find aber au Feine fpdte Schneegeftöber und 
farfe Fröfte im folgenden Marz und April noch weiter 5u vermuthen, wie fie im vorigen Jahr nody fo 
empfindlich nachlamen, Und zwar wird man in diefer meteovtologifchen Conjekıur beftärkt, da jebo 
mitten im Winter auf den Alpen, diejer Haupt s Officin der QWolfennäffe, und daher au der Ströme, 
fratt des Schhees fo ftarker anhaltender Regen gefallen ift, daß auch die Flle davon angefhwollen 
find. Diejes läßt ung ein baldiges fruchtbaves Frühjahr erwarten, immer if Hier nur die Rede vom 
Qanzen, und nicht von Perioden, einzelnen Wachen oder wohl fi Tagen), in welchem man daher 
fo wenig vor Kälte als vor vielem Ungeziefer Deforgniß hegen darf, und wo ver Sommer folglich eben 
fo günftig ausfallen dürfte, ohne weitere Näffe, als die in den Hundstagen mit oder ohne Gewitter 
  
  
  
gewöhnlich if. pP. 
(*) S. Greifswaldifche Eritiiche Nachrichten 1793. Achres Stüg S. 64. 
Zr Bekanntmachung. daden , oder ihn etwas fchuldig fepn möchten, werden‘ 
a in der Macht zwifchen dem ur. und r2ten diefes bhiemittelft peremtorifch, Tefp- fub pocna praecluli, amisl 
Monats der durdy die Nueerfiraße von der Dank: juris, dupli und fonjiger rechtlichen Strafe eingeladen 
werfs = nach der Marlizgrube gehenden Patronile ein uud befehliget, auf der Königl. Amtfube zu Arcksboet, 
Kerl mit weiffen Shatrofen » einkleidern einen Sag ESinhetmifche binnen 6, auswärtige aber Innerhalb ız 
fragend, entgegen gefommen, aber bey Gemahrwer: Wochen a dato hujus proclamatis, gehörig und unter 
dung Lefagter Matroutle den Sack auf die Safe gewor: Wahrnehmung des Erforderlichen, fich anzugeben und 
fen und fich (Aleunigk unfichtbar gemacht hat; {oa wird Ddemnächft weitere rechtliche Verfügung zu gewärtigen. 
folcher Borfall hjedurch zu jedermanns Ai enfchaft ge: Zugleich wird hiemit bekannt gemacht, daß zum 
; Gracht, damit derjenige, dem die in dem Gadke vorge: Öffentlichen DBerkauf der dem Perer Sammerich bisher 
| undenen jn Stroh eingepackt getwefenen MWeinz und zufändigen, zu Steenrade, Amts Arensboek, belegenen 
/ Dereraläf £, wovon doch ein großer Theil fchon zerbros Molhufe, cum perrinentlis, Terminus auf den 25en 
‚en , etrwoa diebifcher Weife entwandt worden, den Neff diefes Monats, wird feyn der Montag nach dem Sonn: 
eym Praefidio Des Kriegs-Commiffarints nach vorgänz fage Malmarunmı, anberamet worden, und die Liebhaber 
giger genugfamer Befcheinigung feines EigenthWms am erwehnten Tage, Vormittags um ıo Uhr, auf dem 
Foiederum ablangen Fönne, Ne kA SE HN TANK DE vorher aber 
AS ER HE PTR RE C ugenfchein nehmen in 
A umd jede, welche an die Hanbe und Güter des Seedingungen das iibere Auf der Mrengtoster Qanfiude 
&% infolvent gewordenen Bolhufners Perer Gamme orfaren Fönnen. Wornach fich zu achten 36, 
zich zu Steenrade, Yınts Yrensboek, Forderungen und Yloener Umthaus den 8, Mark 1793, 
  
  
Anfprüche zu haben vermeinen, felbige rühren her aus n i 
weichem Grunde fie wollen, N MOIELOE Dielem0EN wel: In fidem 0, Senninge, 
che Pfand: oder andere Sachen von ihn in Danden Merigen,
	        
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