Full text: Lübeckische Anzeigen 1783 (1783)

aber, welche ihre Kinder zum Betteln ausfchicken und dazı anhalten, mit wilführlicher Gez 
fängniß: Strafe beleget werden follen: So wird auch die mehrmahlen ernftlidhe Verwarnung 
hiemit wiederholet, daß fich niemand unterfiehen folle, die Armen: Vögte, welche bie Proviz 
foren des St, Annen Armen = und WerkhHaufes zur Berhütung des DBetteln8 und zur ANufher 
bung der Bettler fleißig ausfchicken werden, weder mit Schelt» und Drohworten, oder gar 
mit Zhätlichkeiren anzugreifen und von ihrem Vorhaben und von Ausrichtung ihrer Pflichten 
abzuhalten (wie denn in dergleichen Fällen auch die nächfien Wachen den Bdgten , wenn fie 
auch nicht ihre Nöcke, fondern nur das Zeichen an fich tragen, allen Beyfiand lei; 
ften follen) noch auch den von diefem Bettelvolfe zur Uusgweichung etwan in die Häufer und 
Keller Ilichenden Schuß zu geben, dafelbft zu verbergen und Folchergeftalt aus undedachter 
Barmherzigkeit zu befreyen, mithin in ihrem Muthwillen und faulem fündlichen Leden zu bes 
fürkfen, fo lich cs jenen bleiber, jhwere Strafe, (welche die Herren des Gerichts, auf Anz 
zeige der Provijoren oder fonftige Srkundi von den Schuldigen einzutreiden haben) zu vers 
meiden, Sollten aber infonderheit muthwiflige Buben fich erfrechen, die Virte mit Scheltz 
und Schmähworten und (dimpflicen Douemuungen zu belegen, mit ber Zhat anzugreifen und 
fogar ihnen durch Zufammeniaufung und NRotzirung die Bettler abzudringen: fo follen diefe 
Hrevler von der Wache fogleıch in Arreit gezogen, und, alg Stöhrer der gemeinen Ruhe, nach: 
dem fie gefrevelt, mit Gefängniß ben Wurfer und Brod, Stellung ans Hals - Eifen und Zuchts 
häuslicher Strafe ang-fehen werden. 
8) Endlich, den Cınlaf und Aufenthalt der reifenden Aandwerts : Burfche, infonderbeit 
derer, welche allhızr nicht in YUıbeit gehen und des Bettelns führohin ich unterfangen möchs 
ten, betreffend: Se {vi darunter nach Inhalt des unter heutigen: dato emanirten abfonderlis 
chen Mandats v'rfahren werden. 
Wornach ein jeder, dem e8 beykömmt, fich zu achten und fih vor ungusbleiblichent 
Schimpf, CStrafe und CSchaben zu hüten haben wird, 
Achun et decretum in Senatu Lubecenfi publicatumque fub Sigillo d, 13, Decembr, 1783, 
  
  
   
4 rs 
MM“ den DBerkauf von Neis ben Lpf, wird in 
m Monkag den 29. Decemb, Nachmittags fl Ä 
den bekannten Haufe in der Albjirape forte 
um 27 Uhr, (oll in einem Haufe murten in 
  
der Beckergrube, eune Parthen Havarırtes Nıgals 
{es Lern faat, welches zum Theil ganz, und auch 
Nur etwas weniges befchädiget ıfly an Meufidies 
tenden für Iifecurateurg Nechuung verfauft 
werden, Mehrere Nachricht eıtheilt der confir: 
mirte Mackler YAudr, Schluck, 
HE Dienfiag den 30. Drcemb. Vormittags 
um 10 Uhr, foll in einem Raum auf der 
Dröge beleacu , dffentlich am Meifibierenden 
erkannt werden, die jämtlich geborgene Zakelante 
nebfi Segels/; Yinker und Zauen, vor dem auf 
Dornholau In diefemn Jahre gefirandeten Bres 
mifchen Schiffe, circa 100 Lafen groß, fo 
Schiffer Jan Bellmer gefüh: ct. Bey fel. I. 
P. Dand’werg Ww: & Cohn, alg auch bey 
Dem confivmirten Miackler Adam Yacob Witte 
ift das Guventarium und nähere Nachricht zu 
erhalten, 
1 fen in der Hürferfivaße find ztwuep Böden 
zu Deimicrehen, die (ogleich belegt werden 
Bnnen, 
  
gefahren , jedoch ift der Preis von 4 gl. pr. Pf. 
nur Ruch in Siefem Yabre, 
en dem Berleger Dieter Anzeige find viele 
Sorten ılum aurte Neujahrsmwuafche, (oral 
auf YAelap als auf Dapıer, nebfi einzelnen Boyene 
Wünfchen zu bekommen. 
93 A. %. VöldFers in der Wahmftrafe wird 
auf die ı2 Stücke, Nahrung für alle Tem» 
peramente, ı DIE, Pränumeration angenommen 
erfuche die geehrten Lıebhaber fich inuerhalb acht 
Tagen bey mir zu ueleen, weil nach Berlauf 
Derfelhen die Pränumeration mit ı Mk. 4 Bl. 
geichehen muß. Ferner ift zu haven:; 
Mujfeum für Kinder, ıfes Heit 6 60 
Neujahrs: Wünfche auf Atlay und Bogens, 
Eutinfher Staa:s- Caleuder, 
ben in der Hüyfirafe ın einem bekannten 
Haufe Hi ein anjehnlicharofer neuer (appce 
gierter uRd heigbarer Saal zu vermiethen, und 
Fann fogleich bejsogen werden. 
  
 
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.