Full text: Lübeckische Anzeigen 1777 (1777)

err Petie hat die Ehre dem Yublico feine 
Dieufe anzubieten, um In der franzöfijchen 
Eprache, in der Hıftorıe, Geographie u. f. mw. 
Unterricht zu ertheulen, Er cıbierer fıch , fomwubhl 
in vornchmen Häufern, wenn eg verlaugt wird, 
als in feinem eigenen Haufe Stunden zu geben; 
überdueß wünfcht er 2 Gefjelljchaften jede von 6 bıs 
8 jungen Leuten in feinem Haufe zu errichten, Yu 
die erfiere wird er Anjanger und In die andere 
folche junge Leute nehmen, die diefe Sprache jchon 
etwas in Ihrer Gewalt haben und fich hauptfad)- 
lich im Sprechen zu üben wünfchen. Diele 
Gefellichaften werden ihm alzdenn a Perfon 3 
ME, Küb, jeden-DMonuar bezahlen, wenn er ihnen 
4 ES tunden in der Wuche giebt. Ucbrigens gebt 
er [omwubhl in als anffer feimem Hanfe ın der Stadt 
einem Ycden Stun ca, für einen billigen Preiß. 
Sedachter Hr. Perie halt fich fchon frır anderrhalb 
Sahren alhier auf, und hat bıs hıcher mut dem 
größten DBenfall derjekmen, die ıhu nur ıbrem 
Zutrauen Lechre haben, ın der franz. fıjch. € prache 
Unterricht ertheilet, welches ıhn ermuntert hat 
damit fortsufahren, um je Länger je mehr durch 
fein eifriges DB fircben, und durch fernen uners 
müdeten Fleiß bey Unterwerfung derer, Die nich 
ihm auvertraurm, das Zumranen eines Jedioeden 
ju gewinnen, ABer nähcıc Nachricht von ihm 
verlangt, der wird die Gate haben jich an ihm 
felbft zu wenden, Er Iggiver bey der Witwe 
Haverfaar ın der Albjirate, 
cm geehrrten Publıco wırd hiedurch Furd ges 
than, daf ich Kuhann Brunv, ein ges 
bohrucr Yealiener willens bin, ın der Yealienifchen 
ESyrache Unserricht zu geb 
    
Den; u. dach die eeutfche 
fo wohl a!s die franuzöfche Sprache veıftehe, und 
dabhey die befie und glaubwürdigtte Atteftata von 
Meiner capdcite aufsuweijen habe, jo hoffe ich dem 
geehrten Publico eine vollkommene ECatısfaction 
geben zu Fönnen. Sch logire in der Markıkgrube 
bey Herr Burmeifter, 
ey Hr. Mittelport an der Elementstiwiete 
logirvet eine Frauensperfon aus Hannover, 
mit Namen Hahnen, welche conleurte Seiden 
Kleider mälchet , und alle verfchoffene Conleuren 
wieder herfiellen Fann, auch reiniget fie aus fuchne 
Kleider fie mögen für Farbe haben wie fie wollen, 
alle Stecken, imal. auch Blonden, Flohr, feidene 
Strümpfe, und machet alles (o gut wieder als neu, 
SE" Hungfer die im Mecklenburgifchen verz 
fch1edene Jahre auf dem Lande als Haushäle 
terin gedienet, wünfchet auf gleiche Art allhier in 
der Stadt vder auf dem Lande wieder Condition. 
  
KR 
  
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Mn Sonnabend den 6. Sepfemb, Rachunttag6 
um 3} br, follen vom 2301. Wall: DIi0i0 
nachfiehbende Gras-NRukuug von Mıcha } 
auf 5 nacheinander folgende Yahre aufs ucue 
Öffentlıch vermicchet werden, als: 
1) DBafızon Theerhaff anfangende ben der Treppe 
gegen der Drdae & Baltıoan Düfelsore. 
2) Daftıon Nebock & Baftıvu Scheung, mit die 
Düfelsgrufe und den nern Wall an der 
Yaftadie bıs hinter die Steinhauer Dudenz und 
bıs am Gelinde des Walhofes. 
3) Daftion Danınans-Zhurm & Baftion Fiddel, 
bıs an die Furze NRorder-Lunıe oben der Ireppe 
gegen der Drdge. 
4) Schafferey Wall, Burgthor Schanke und die 
Contrejcarpe alda, 
5) Der Staben- vder Krähen« Wall, 
6) Die Contrefcarpe vor dem Holfienthor beym 
Cchüler Leiche, 
7) Den Dreiangel, Baftion Windmühle, Mühe 
Icuchor Schanze, und die Contrefcarpe gder 
verdeckte Weg allda, 
Wer nun hicezu Belieben hat, Fann fich zur be» 
fimmten Zeitauf dem Cohnhofe einfinden, dafelbft 
die Cundiriunes vernehmen, und den Zufchlag 
gewärtıgen. 
Y uf b.vorfiehenden Michaelis ift unten der 
Klockengießerfiraße anf der Seite nach der 
Catun-Sabrique , gerade über der Mauer, eine 
Bude zu vermiethen, 
Sn einem Haufe in der Vapenfraß bey St. Eas 
+ tharinen ıft eine Stube und Kammer zu ver- 
nrethen. 
Fu der Salunenmacherfiraße au der Ecke der 
AÖyfirafe, it eine Stube und 2 Kammern 
zu vermictben, die entweder gleich oder auf 
Micharlıs bezogen werden Können, 
SE“ Knabe der im Rechnen und Schreiben ge« 
übt if, münfchet alhier oder auswärtig an 
cin Handlungs-Comtoir als Burfche emploiret 
ju werden; ben den Schreibmeifter Hrn, Wulff 
erhält mar näher Machricht hievon. 
MM vorigen Sonntag Vormittag if in der 
Dom Kirche eine filberne Geld-Büchfe mit 
etwas Geld verlohren murden , worauf die Buche 
fiaben C.M. K. geftochen. Wer diejelbe gefunden 
und fie im Nddreßhaufe einliefert, hat eine gute 
Delohnung zu erwarten. 
m Mittwoch hat fich ein fhmarz und weiffer 
franifcher Hund verlohren, welcher Löcher 
in die Ohren, und über die Augen Flecken hat. 
Ber denfelben nachmeifen Fann, foll eine gute 
Delohnung erhalten, 
   
  
 
	        
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