Full text: Lübeckisches Adreßbuch für 1897. (1897)

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Der St. Maren Sängerchor, bestehend aus 25 stimmbegabten und wohlunter¬ 
richteten Knaben, unter Leitung des Organisten der Kirche, welchem Chor nicht nur die 
Leitung des Gemeindegesanges, unter der Führung eines Vorsängers obliegt, sondern welcher 
auch, außer den mehrstimmigen liturgischen Gesängen in einem regelmäßig am Abend des 
Palmsonntages stattstndenden Concerte Proben seiner Kunstfertigkeit giebt. 
Bereinigung für kirchl. Chorgesang, ca. 40 Dame» und Herren, Dirigent 
Organist Lichtwart, hat sich dir Verschönerun | der Gottesdienste und geistl. Concerte in 
der St. Marienkirche durch Vortrag geistlicher Chorwerke zur Aufgabe gemacht. 
Der Do ui-Sängerchor, aus 20 stimmbegabten Knaben bestehend, unter der 
Leitung des Herrn K. Meyer, Lehrer am Catharineum, übernimmt nicht nur die Leitung 
des Gemeindegesanges, sondern führt auch an jedem Sonn- und Festtage eine dem Tage 
angemessene Motette auf. 
Der St. Facobi-Sängerchor, bestehend aus 20--25 Knaben, unter Leitung des 
Organisten E. Kempper und des Lehrers Hemstedt; führt, neben Leitung des Gemeinde- 
gesanges, an den Festtagen mehrstimmige Motetten auf, und zeigt Proben seiner Fertig¬ 
keit iu den jährlich in der Advents- und Passionszeit stattfindenden liturgischen 
Gottesdiensten. 
St. Petri Mädchenchor. Der Chor besteht in seiner jetzigen Zusammenstellung 
seit 1881 und wird gebildet aus 25—30 stimmbegabten Volksschülerinnen, denen eine 
gründliche Ausbildung im Gesänge durch den Dirigenten, Lehrer Hugo Meyer, zutheil 
wird. Dem Chor liegt die Leitung der liturgischen Sätze beim Gottesdienste ob, auch 
legt derselbe sonntäglich durch ein größeres Gesangstück und alljährlich am Buß- und 
Bettage in einem Concert Proben seiner Leistungsfähigkeit ab. 
XV. Anstalten für Geselligkeit und Unterhaltung. 
Das Casino, ein in den Jahre» 1857—1859 auf Actien gegründetes Unter¬ 
nehmen. Das Casinogebäude, in der Beckergrube belegen, enthält in dem eine» 
Haupttheile das Theater, im anderen Haupttheile im obern Stocke geräumige 
Concert- und Gesellschaftsräume, welche wie die, im unteren Stock belegen«, viel 
frequentirte Restauration, von dem Oekonom der Casino - Gesellschaft, C. Warning, be¬ 
wirthschaftet werden. Außerdem befindet sich im unterm Stock ein ausgedehntes Club, 
lokal, welches von der Gesellschaft Harmonie benutzt wird. Das Stadttheater 
dessen Zuschauerraum ein Publikum von circa 1000 Personen faßt, wird von der 
Casinogesellschaft an einen Theaterunternehmer verpachtet, welcher die obrigkeitliche Con¬ 
cession nachzusuchen hat. In den Monaten October bis Ende April werden täglich 
Sonntags und Festtags häufig 2 Vorstellungen gegeben; Der Verwaltungsausschuß der 
Actiengesellschast Casino besteht gegenwärtig aus den Herren Ed. Tegtmeyer, 
Professor Aug. Sartori, Dr. Stooss, Ad. Heinr Rose, W. H. Heyke, 
Consu Th. Fr. Harms, Dr. Jul. Vermehren, Zimmermeister Ad. Rit-tscher 
und Consul Aug. Schultz. Dem Director des Stadtthcaters — seit 1686 hat 
D ector Friedrich Erdmann-Ießnitzer, die Leitung inne — wird seitens des Casino- 
Vorstandes, die von Senat und Bürgerschaft bewilligte Subvention von 20 000 Mark 
alljährlich gezahlt. Director Erdmann führt gleichzeitig die Direction des Wilhelm 
theaters im Winter und diejenige des Wandsbecker Stadttheater im Winter, wo all¬ 
wöchentlich je eine Vorstellung stattfindet. 
Das Tivoli (Schafferei), ein innerhalb der Stadt an der Wakenitzmauer I •> 
delegenes und sehr frequentirtes Lokal mit großem, geschmackvoll eingerichteten 
Garten ani Ufer der Wakenitz, einer eleganten Bühne, auf welcher im Sommer 
wie im Winter Vorstellungen stattfinden, und ausgedehnten Sälen und Wirthschasts' 
Lokalitäten zur Abhaltung von Bällen, Hochzeiten, Concerten u. dgl. m. 
Wilhelm - Theater, eine dicht vor dem Mühlenthorr belegen«, in, Früh¬ 
jahr 1867 eröffnete Sommerbühne mit einem geschmackvoll decorirten Saale, der 
als Zuschauerraum, wie auch zu Concerten, Bällen und anderweitigen geselligen Zwecken 
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