Full text: Lübeckisches Adreßbuch für 1897. (1897)

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6. Klüsen-Gang, Engelsgrube 26, seit 1445, mit 6 Buden als Freiwohnungen 
für die gleiche Zahl von Wittwen oder Jungfrauen; Kapitalvermögen ca Jt 18,000 
Jahreseinkommen ca. A 600 
6. Schiffergang, Engelsgrube 15, mit 7 Bude» als Freiwohnungen für 
bedürftige Schiffer-Wittwen. 
Fast sämmtliche vorstehend aufgeführten Privatstiftungen gewähren außer de» Leu 
stungen an die in _ den Stiftungsgebäuden wohnenden Präbendisten auch andern Be¬ 
dürftigeil Gelduntcrstützungen, geben theilweise auch Beiträge an Kirchen und öffentliche 
Wohlthätigkeitsanstalten, sowie Stipendien an Studirende und in gleicher Weise werden 
auch die Einkünfte der übrigen zahlreichen Privatstiftungen verwandt. 
Zu den Privatstiftungen gehören, außer den vorgenannten Armenhöfen Armenhäusern 
und Gängen, sowie abgesehen von dem Kinderhospitale, dem Rettungshause und mehreren 
Stiftungsschulen, noch die Westeraucr Stiftung. Bon den Zinsen ihres etwa 
J(< 255,000 betragende» Kapitalvermögens werden etwa 4500 zu wohlthätigen Zwecke» 
verwendet. 
Außerdem beüehen Hieselbst 179 Prioatüiftungen (Testamente) ohne Gebäude, »üt 
einem Kapitalvermögen von etwa ■€ 1 600,000, davon Rein Einkünfte im Gesammtbetrage 
von etwa 56,000 zur Unterstützung Hülfsbedürftiger, zu Stipendien, Dienstboten¬ 
prämien und Heirathsbeihülfcn, zu Schul- und Kirchenzwecken, sowie als Zuschüsse an 
öffentliche Wohlthätigkeitsan,kalten ihre Verwendung finden. 
Die gleichfalls unter staatlicher Aussicht stehenden 23 Familienüiftungen mit einem 
Kapitalvermögen von etwa A 1 700,000 und etwa A 70,000 reinen Einkommen sind 
benimmten Familienangehörigen, darunter auch Auswärtigen, durch Präbenden, Stipendien 
und Ausstenerbeihülfen Unterstützung zu gewähren. 
Das Äinderhospital, in der Vorstadt St. Jürgen, Hüxterthorallee 41, belegen; eine 
Privat Wohlthätigkeitsanstalt, 1852 errichtet und 1857 obrigkeitlich bestätigt, für Kinder 
bis zu 14 Jahren. Es wird von einer aus Männern, grauen und Jungfrauen zu¬ 
sammengesetzten Vorsteherschaft verwaltet und theils durch die Kostgelder der Kinder, theils 
durch freiwillige Beiträge, sowie durch die Zinsen belegter Gelder erhalten. Die Pflege 
und den Haushalt besorgen Diakonissen aus dem Stift Bethlehem zu Ludwigslust. 
Das Rettungshautz für Verwahrloste, gegründet und obrigkeitlich bee 
stätigt im Jahre 1844, auf dem sog. dritten Fischerbuden vor dem MUhlcnthore, eine 
Privat-Anstalt nach dem Muster des Rauhen Hauses zu Hamburg, zur Erziehung von 
36—40 verwahrlosetcn Knaben. Es steht unter Verwaltung einer sich selbst ergänzenden 
Vorsteherschaft und wird theils durch gezahlte Kostgelder, theils durch freiwillige Gaben 
und durch eine Wochensammlung erhalte». 
Der Frauenverein, eine Verbindung angesehener Frauen, bildete sich in den 
Zecken der Kriegsjahre im ersten Viertel dieses Jahrhunderts, und wirkt noch fortwährend 
wohlthätig zur Linderung der Noth, besonders verschämter Armen, durch Speisungen, 
Geld, Kleidung und Gelegenheit zum Erwerb durch Handarbeit. 
Der weibliche Armenverein hat den Zweck, mit solchen Nothleidenden der niedern 
Classen, welche von der Armenanstalt unterstützt werden, in persönliche Beziehung ,V 
treten, und ihnen auf angemessene Weise Hülfe zu leisten. Er beschränkt seine Wirk, 
samkeit auf die Fürsorge für die ihm von den Armenpflegern schriftlich empfohlenen Armen. 
Vffl. Handel. 
Diejenigen Bürger des Lübeckischen Freistaates, welche das kaufmännische Gewerbe 
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selbstständig betreiben oder dasselbe, ohne seitdem'zu einem andern Erwerbszwerge , 
gegangen zu sein, betrieb^" hnfu>n. sink ftprprftttrtt Witn sicher her 9übeckischen “ ,[a 
Mannschaft zu werden, 
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den Eintritt in die Kaufmannschaft geknüpft; es kommen vielmehr hinsichtlich 
ist "indessen nicht mehr wic^f'rüher an "den Erwerb' des Lübeckischen 
den Eintritt in die Kaufmannschaft geknüpft; es kommen vielmehr hwstchtl'ch ° mnit, 
Übung wie bei jedem anderen Geschäftsbetrieb lediglich die Bestimmungen 
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sT.irfrtnm§J«r , Deutsche Reich und hinsichtlich der Anmeldung "beim 'Gerichte be 
bn? Handelsregister, die Vorschriften des allgemeinen Deutsche' 
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SK ö, b ,d'k Ausübung verschiedener Befugnisse hinsichtlich der Handels- >"° 
Schifsfahrts Aiigelegeuheitc» des Lübeckischen Freistaates liegt dem Handelskammer ob, 
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