Volltext: Lübeckische Blätter. 1977 (137)

LUBECKISCHE BLATTER HERAUSGEG EBEN VON DER GESELLSCHAFT zur BE FORDERUNG GEMEINNUTZIGER TATIGKEIT SCHRIFTLEITER: OR. er. EBERHARD GROENEWOLD L Ü B E CK, D E N 10. D E Z E M B ER 1977 E! uno arzt es e n Un ov ers s ET JAHR G AN G . N U M MER ez Um die Verkehrsberuhigung Eine seit dem Mittelalter vorgegebene Straßen- segenstehe, sondern auch die beschränkten Halte- struktur der Lübecker Innenstadt soll heutigen Auto- möglichkeiten. verkehr bewältigen. Das ist das Problem, vor dem sich seit vielen Jahren die Stadtplaner sehen. Man In der Fleischhaverstraße führte die starke Ver- hat bereits notwendige Folgerungen sezogen und kehrszunahme während der ersten Durchführungs- weitgehend in der Altstadt Fußgängerbereiche ein- stufe zur Forderung nach Einrichtung einer Fuß- gerichtet und Maknahmen getroffen, um den Durch- g&ängerzone. Wie in der Hüxstraße wird auch hier gangsverkehr von der Innenstadt abzuleiten. Eine erwartet. dak die Unterbindung des fließenden weitere Phase der Verkehrsberuhigung sollte nach Verkehrs der Sicherheit der Fußgänger und der Redaktionsschluß und zwei Tage vor dem Erschei- Funktion der Fleischhauerstraße als Einkaufsstraße nen dieses Heftes in der Bürgerschaft beraten wer- am ehesten gerecht wird.“ den. Den Abgeordneten lag der Bericht des Bau- Die Anwohner dagegen sind mit der durch den wist; hr die *versuchmwsis é Einführung der er- Versuch erreichten zn u mj ung zufrieden. zien Stufe des Fyrr- tigcl mittelfristigen Verkehrs- Ausnahmen sind die Anwohner ros St.- Annen- konzepte kür die Innenstadt“ vor. Straße und der Fleischhauerstraßke. Denn beide SíStra- An der veränderten Verkehrsführung ist, wie es Ben hatten durch die neue Regelung erhebliche Ver- in dem Bericht heißt, von Gewerbetreibenden der kehrszunahmen zu verzeichnen. hyzUttadt öbervteteiss kritik. beit trorden. Än- Der Versuch habe, so der Bericht trotz teilweise f:4.) tlecserüccinge GU tts: he; Kritik dus pctsäte 1% "eitschend errcicht. ts etose tsecte vecs r Lurtsm r LLC Sticks Durchfahrtsbeziehungen hätten F Un .; dem Irneystadthereich herausgenommen wer- der Geschäfte verschlechtert. Nur auf Umwegen und enkonnten, mit guter Orientierungskähigkeit seien z. B. die Ge- Demgegenüber möchte das Lübeck-Forum die schäfte im Bereich Aegidienviertel, Wahm-und Hüx- West-Ost-Durchfahrt über Holstenstraßke. Wahm- straße anfahrbar. Die motorisierten Kunden hätten straße, Rehderbrücke wieder öffnen. Dadurch solle deshalb die Konsequenz Sezogen und suchten ver- die südliche Umfahrung entlastet werden. Weiter mehrt besser erreichbare hzw. auffindbare Geschäfte fordert das Lübeck-Forum die energische Abwehr in und außerhalb der Innenstadt auf.“ von Dauerparkern in der Innenstadt. die zu einem Zunächst mag es danach befremden, wenn man trsßes Isi! zuy Bereich "Eexrcts- hz Arisbildungs. hveiterliest: Nie Forderungen der Geschäftsleute zie- .ws if sz§tten. r Us s puer Zoos! len unter anderem auf die Ausweitung der Fuß- “mucledt sezehage nd U dciat E sängerzone. Das erklärt folgender Absatz des Be- richts: Die hier geschilderten unterschiedlichen Auffas- : . , sungen traten auch auf einem ~ übrigens nicht son- „Aus dem Kreise der Gewerbetreibenden in der derlich gut besuchten -- Diskussionsabend zutage. Hüsx- und Fleischhaue rstraße wurde vorgeschlagen, den Lübeck-Forum und Gemeinnützige veranstalte- beide Straßen kurzkristig in das vorhandene Fuß- ten. Einig war man sich im rigorosen Kampf gegen t ger!rgnensystem 1züt einzubeziehen. Die Häüs- Dauerparker und über die N otwendigkeit der Schaf- strake könne nur dann als Finkaufsstraße weiter- kung weiterer Parkmöglichkeiten am Altstadtrand. bestehen, wenn sie entweder für Autos besser er- reichbar oder als Fußgängerzone für Fußgänger at- Einig sind sich auch alle darüber, daß die Innen- traktiver würde. Größere Realisierungschancen er- stadt Zentrums- und Wohnfunktion hat. Hier liegt warte man jedoch von einer Ausweitung des vorhan- zugleich die Schwierigkeit, eine optimale Lösung zu denen Fußgängerzonensystems, da einer Belebung finden. Alle Überlegungen und Diskussionen über der Hüxstraße durch mehr Autos nicht nur das allger die Frage der Verkehrsberuhigung sind eigentlich mein befürwortete Ziel der Verkehrsberuhigung ent- Streitfragen um das größere oder kleinere Übel. EF. 907
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