Volltext: Lübeckische Blätter. 1958 (118)

LÜBECKISCHE BLATTER ZEITSCHRIFT DER GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNUTZIGER TATIGKEIT LÜBECK, DEN 2. MARZ 1958 EIN HUN DER TA CHT ZE HNTER JAHR G A N G - VI ERUN D NEUN ZI G ST ER DER NEUEN REIHE , NUMMER 5 Vorträge Dienstag, den 4. März 1958, 20.00 Uhr, Königstraße 5 Walter von Sanden, Hude: „Unberührte ostpreußische Natur“’ (mit Lichtbildern) Gemeinsam mit „Natur und Heimat““ Dienstag, den 11. März 1958, 20.00 Vhr, Königstraße 5 Dr. Günter Busch, Direktor der Kunsthalle in Bremen: „Eugöne Delacroix“ (mit Lichtbildern) Gemeinsam mit der Overbeck-Gesellschaft. Bitte Mitgliedskarten mitbringen. Wir Bürger sind schuldig! TI Mit diesen Worten hat Herr Dr. Sander auch die gibt viele öffentliche Einrichtungen, meist zum Ärzte angesprochen und anzuregen versucht, sich Schutze von Sachwerten, die reine Zuschußbetriebe einmal zu der Frage Zentralkrankenhaus für Lübeck sind, ohne daß deswegen immer neue kostspielige zu äußern. So möchte ich dazu meine persönliche Umbaupläne zur Personalersparnis oder zur Beru- Meinung sagen. Inzwischen hat Herr W. Arndt, im higung des diesmal gar nicht angriffslustigen Steuer- wesentlichen vom wirtschaftlichen Standpunkt, den zahlers gemacht werden. Schließlich würde gerade Plan befürwortet. Auch erschien in den „Lübecker das Zentralkrankenhanus zu der von Herrn Arndt ge- Nachrichten““ am 4. Februar 1958 wieder eine Mit- fürchteten „Zusammenballung von Menschen““, zur teilung der Gesundheitsverwaltung unter dem Titel Personalersparnis auch an Arzten und damit nicht »Zentralkrankenhaus für Lübeck geplant“. zu „besseren Genesungsmöglichkeiten“ führen. Begründet wird darin der Plan mit der Notwen- Zunächst mag einmal etwas Grundsätzliches zum digkeit, den wachsenden jährlichen Zuschuß von Bau und zur Arbeitsweise eines Zentralkranken- z. Z. 2,9 Mill. DM „allein durch das Einsparen von hauses gesagt werden. Als Muster gilt in der Bun- Personalkosten“ um 1,5 Mill. DM senken zu können. desrepablik das Krankenhaus der jungen Industrie- - Mangels genauer Unterlagen soll hier, im Sinne stadt Marl in Westf. Dr. Sanders, nicht auf die bisher im Vordergrunde Ein Zentralkrankenhaus ist heute, am Ende der stehende wirtschaftliche Seite des Planes eingegan- langen, aus USA (Mayo-Clinic, Detroit) kommenden gen werden. Nur sei Herrn Arndt, der auf die hohen Entwicklung gesehen, ein großes Gebäude, oder doch Zuschüsse hinweist, erwidert, daß ein Krankenhaus ein enger Komplex weniger Gebäude, die, je mehr immer ein Zuschußbetrieb sein muß und keine „gün- Betten sie enthalten, desto höher gebaut sein müs- stige Rendite‘ abwerfen kann und soll. Für eine sen, also als Hochhaus. (Für Lübeck sollen 860 Stadt von der Größe und Zusammensetzung der neue Betten erstellt werden!) Gedeekte Verbin- Bevölkerung wie Lübeck ist ein jährlicher Zuschuß dungsgänge zwischen den Gebäuden, Personen- und von 3 Mill. DM bei einem Gesamthaushalt der Kran- Lastenaufzüge, nahe gelegene Wirtschaftsgebäude kenhäuser von 10 Mill. DM durchaus tragbar. Es sind unerläßlich. Nur dadurch spart das Pflege- > f 53
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