Full text: Lübeckische Blätter. 1958 (118)

LÜBECKISCHE BLATTER ZEITSCHRIFT DER GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNUTZIGER TATIGKEIT LÜBECK, DEN 23. DEZEMBER 1958 EIN HUN D ERTACHTZEHNTER JAHRGANG / VI ERUND NEUN ZI GST ER DER NEUEN REIHE / NUMMER es Tanzabend Unser traditioneller weihnachtlicher Tanzabend findet auch in diesem Jahre am 2. Weihnachtstag in den Räumen unseres Gesellschaftshauses statt. Der Unkostenbeitrag beträgt 2,50 DM und 2,9 DMI. Karten sind in der Zeit von 10 bis 13 Uhr in unserer Geschäftsstelle zu haben. Es können Gäste durch Mitglieder eingeführt werden; die Mitglieder werden aber gebeten, sich durch ihre Mitgliedskarte auszuweisen, damit wir den Zutritt von nicht eingeführten Personen verhindern können. Vortrag Dienstag, den 6. Januar 1959, 20 Uhr, Königstraße 5 Frau Senator Dr. Klinsmann, Lübeck: „Kulturpolitik und Kulturpflege in Lübeck“ Friede auf Erden In seinem Buch ,„Im finstern Tal“ berichtet Lilje die Gefangenen wieder, ein jeder allein, in ihrer von einer Weihnachtsfeier, wie Menschen sie selten Einsamkeit waren. erlebt haben mögen. In einer Gefängniszelle in Wir leben in einer Welt ohne Frieden. In dieser Berlin-Tegel sind am Heiligen Abend des Jahres Weihnacht wird es keinen deutschen Menschen ge- 1944 außer Lilje ein gefangener Graf, der um hen, der nicht an die Stadt Berlin denkt, die einen seelsorgerlichen Besuch gebeten hat, ein zum geradezu zum Sinnbild aller Friedlosigkeit in dieser Tode verurteilter Geigenspieler und der Komman- Welt geworden ist. Ihre Bewohner werden die dant der Strafanstalt versammelt, der überraschen- Botschaft vom Frieden auf Erden in diesem Jahr derweise den Wunsch des Gefangenen erfüllt hat. mit noch größerer Skepsis vernehmen als bisher In dieser düsteren Umgebung verkündigt Lilje dss wir alle sind mit den Brüdern und Schwestern Evangelium der Weihnacht. Er legt das Propheten- jenseits des Todesstreifens réibunden tt der Un- wort aus: Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht gewißheit und Sorge um die kommenden Din ein großes Licht. Lilje schreibt, den Bericht über wir sehen über unsere eigenen Nöte hinwe Ec. diese Stunde abschließend: „Der Friede Gottes war Jen Völkern dieses Erdballs und Sk Ob S wirklich und gegenwärtig, ~ wie man eme Hand große Friedlosigkeit, die über unserer von Furcht fühlt.“ erfüllten Welt liegt. Wir können es wohl kaum besser sagen. orm. Wir wissen auch von der Friedlosigkeit im Leben fs n Jer alten Botschaft der Christnacht geht, eben des einzelnen Menschen. Besonders offenbar wird um diesen Frieden Gottes, der s0 stark und macht- E R dt Krankenbetien, wo Schmerz und-Bangig- voll einen Menschen erfüllen kann, so wirklich und keit die Herzen erfüllen, in den Flüchtlingsla E: wahrhaftig ineimen Menschenleben ches S e wo der unstet und flüchtig gewordene M L vit flév Lu e Lr ces Meuschenben ) chien. Mißtrauen die Botschaft vom Frieden hören wird. G OH OSZ L Z wa Ue ! : zu verwirklichen suchen. Um tr"Üur uc Augst s ,t zur “si cken an tn clrs kt ueräcn rice Ving: als die Zellentür wieder verschlossen wurde und auf den Weihnachtstischen liegen, alle die kostbaren " 5% 2H:
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