schlossenen Persönlichkeit vereinigen. Der Dritte mmer wieder ist Thomas Mann in diesen Tagen alt aber, der äußerlich die Familie zu höchstem Glanze der größte deutsche Diehter unserer Zeit gekeie führt. der Senator Thomas Buddenbrook, leidet an worden. Gegenteilige Meinungen sind verständ- sieh selbst. Er reflektiert über sich, seinen Be licherweise kaum geäußert worden, obwohl sie selbst- und seine Lebensaufgabe, er bedark immer wieder verständlich vorhanden sind. Eine Erscheinung wie Jer Stimulantien, um seiner Aufgabe + von Jahr zu die Thomas Manns kann nicht anders als um- ahr mühsamer – Herr zu werden. Sein Versuch,, stritten sein. Wohl in naher Zukunft schon wird auf dem Wege über die Philosophie sich Klarheit über das Urteil über Thomas Mann sich ein weni lie letzten Fragen zu verschaffen, scheitert kläglich. auspendeln, dem rückschauenden Betrachter wir Hanno schließlich ist der Sohn seines Vaters minder sich allmählich die Frage klären, was an Thomas ctens ebensosehr wie seiner Mutter, aber ihm fehlt der Manns schriftstellerischem Werk Virtuosentum, und feste Wille, die schwachen Wurzeln seines Lebens ver #zwar ein Virtnosentum höchsten Ranges. und . was kümmern, da sie keinen nährenden Boden finden. Dies wirkliches Kunstwerk ist, und damit wird auch leidenschaftlich geliebte Musik wird ihm zum Mitte homas Mann selbst sein Rang zugewiesen werden. der Ausschweifung. Er stirbt an einer Krankheit, wie Eines aber dark wohl heute schon gesagt werden: er an jeder andern Krankheit hätte sterben können;, Sicherlich wird Thomas Mann künftigen Geschlech- denn ihm fehlt der Wille zum Leben. ern in besonderem Maße als ein Ausdruck seiner Zeit Selb ] C lioman ..Buclden; erscheinen. Wie könnte es anders sein, als daß in brdokst in kahem. Grade Velbsthaksniitnis- denn 211 einer Zeit, da alle Lebensformen sich reißend schnell seinen vornehmsten Modellen hat stets der Dichter wandeln, der scharfsichtige Beobachter in seinen selbst gezählt. Nur eines sei bedacht: das Modell ist edanken diesen FProzel begleitet, und das nieht nicht mit der künstlerisch geschaffenen Gestalt gleich- nur in dem unverbindlichen Sinne, dal er über tzen. Goethe ist nieht Werther, aber Goethe. ['esen säkularen Vorgang naehdenkt, indem er sich “ Ze dis Gekatir. Werther zu ct. den. Ptanigsl selbst auf einen archimedischen Punkt außerhalb des ;] izt higkt Th Buddenbrook 4he er vai eschehens stellt, sondern daß er selbst diesen Wan- lryy. ist nicht lhowas cen r§ ce. e aer [:e! innerlich ritrnseht; -Der künstlerische Mevsch s.. ein Hanno c Die große mensch- aber wird die Stufen dieser zugleich objektiven un liche Leistung Thomas Manns besteht eben zum guten ubjelktiven Entwieklung mit den ihm. gemälßen eil darin, daß er in einem langen erfüllten Leben Mitteln gestalten. So steht es wohl mit Thomas das Buddenbrook-Gespenst immer wieder hat bannen Mann, und zwar in einem so ausschliellichen Grade, könn Immer wieder hat er es künstlerisch be- daß sein gesamtes Werk nichts ist als eine immer Ennert “Älierdints: kannt ieht and i wiederholte Auseinandersetzung mit seiner Zeit und ! ss tist: Ze uns:: zun Konnte 2§ uo, aug ert en g ihren Problemen + beherrschend ist dabei das Pro- gehaßt zugleich, die Mitte seines Werkes bildet. Das Bg E S E E hesuyds. Us tejlcite s Pitsch. een . mit dem Problem ist ihm am reinsten wohl in seiner stige, verachtet, gekürchtet "und doch mit einer heim ühen Werken. olungosr: M lichen Liebe umworben. Der Träger hohen Geistes Vielleicht wird der künftige Betrachter seine d künstlerischen Vermögens, Adrian Leverkühn erkes noch eines feststellen, was uns in unserer im Poktor Faustus“, bedarf eines häßlichen Leidens, Gegenwart mit annähernder Sicherheit festzustellen U Fsti Gipfel künstlerischer Leistung erklimmen zu V och nieht möglich ist. Bei aller klugen Eindringlich- können. Kein Zufall, daß der „Bürger“ Thomas keit der Analyse führt Thomas Mann seinen Lese Mann schließlich die Gestalt des ganz würdelosen nicht über die Gegenwart hinaus, er versucht nich Hochstaplers zum Sprachrohr wählt. Damit hat er die den Blick in die Zukunft, und so liegt mit oft grausiger Grenze des Möglichen erreicht. Der Hochstapler Eindringlichkeit das Hinsterben des Vergangenen scheint etwas zu sein, was er nicht ist, er kann aber nd Nochgegenwärtigen vor semen Augen, weniger lieses Scheindasein mit Erfolg nur führen, wenn er + aber das heranwachsende Neue; er gestaltet mehr das nd das wird in den „Bekenntnissen des Hochstaplers „Stirb“ als das „Werde“. Es ist vielleicht kein Zufall, Pelix Krull‘ sehr deutlich + dieses Scheindasein daß die „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull wenigstens zeitweise als sein wirkliches Dasein an- in ihrem ersten Teil erst nach Jahrzehnten kertig ge- sieht und führt. So wird der Hochstapler ein Spiegel- worden sind. Ver Roman wurzelt nämlich in hild des schaffenden Künstlers. Thomas Mann scheut einem. Stücke in der Vergangenheit, und vielleieht nicht davor zurück. Sein scharfer Verstand, der bat er einer s0 langen Wartezeit bedurft, weil Thomas nerbittlich an alles und jedes seinen Maßstab legt, Mann sonst immer bei aller Gegenwärtigkeit doch der ler nichts Gewordenes, nichts einfach Vorhandenes Vergangenheit zugewandt. ist. Immer wieder sucht er naiv hinnehmen kann, wie der älteste Buddenbrook sich von ihr zu lösen, und immer wieder zieht sie ihn in es tut, scheut sich nicht nur nicht, diese für ihn be- ihren Bann. Der „Felix Krull“ erscheint und — Tho- stehende Verwandtschaft zwischen Künstler und as Mann fährt nach Lübeck, kehrt zu den Quellen Hochstapler gelegentlich aufzuzeigen, etwa in einem ück, um Ehrenbürger in der Stadt seiner Väter zu Apercu oder einer kleinen Erzählung, er macht siel werden. Nicht umsonst ist dieses Rreignis weithin be- peru zum gedanklichen Kern eines umfassenden achtet worden; denn auch diese Tage in Lübeck waren Romans. Ist hier nicht die Grenze vielleicht sogar ein Bekenntnis Thomas Manns, einmal zu seiner überschritten ? Kann Thomas Manns virtuose Kuns aterstadt, vor allem aber, wie immer bei ihm, ein j erst ens und Schilderns darüber hinwegtäuschen Bekenntnis über sich selbst und zu sich selbst. daß das gedankliche Gerüst nicht ausreicht, zumal So ist denn Thomas Mann seiner Hansestadt Lübeck Jie verächtliche Gestalt des Felix Krull als solche dem in besonderem Maße zu eigen und wird ihr immer zu Leser kaum Interesse abgewinnen kann? eigen bleiben. bs |] ZK

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