Der Deutsche Sängerbund besitzt den Vorzug, dureh eino hudes“ zu geben. Darunter wird nicht nur das der Praxis is über hundertjährige Tradition im Volke verwurzelt zu sein. zugängliche Werk des Lübecker Meisters verstanden. sondern n Ohorgesang und Geselligkeit bestimmten seit altersher seine auch das in schwedischen Archiven noch ruhende Material. o Lebensform. Ihr streben die Chöre auch heute noch nach. Aus Unser besonderes Interesse gilt an dieser Stelle den Funden. § dem Nebeneinander und dem Sichdurehdringen von Gesang gie Bruno Grusnick bereits gemacht hat und die er auf seiner w und Geselligkeit beziehen sie ihre Lebenskraft. In den Kon- Reise nach Upsala noch machen wird. k: zerten der Festtage und den am Rande liegenden Stunden In der 1. Abendmusik des Zyklus „Buxtehude und seine Q tz;st! elearuuensetts orie dsr tile Yoobochter h: Zeitgenossen“ hörte man die Chorkantate .Der Herr ist mit ' schaft, die in den CECE Ebactg ist. § Er ist nach t LL Gtr —fuhrmus . zn Lextudetorus ? manchen Eindrücken geneigt, die innere Verfassung eines Typus eines liedhaften, akkordlichen Chorsatzes mit frei- ! Chores des Deutschen Sängerbundes danach zu beurteilen, Os Stimmbewegung und der Auflockerung durch wieweit der Chor in der Lage ist, die natürliche Spannung instrumentale, thematisch eingewebte Zwischenspiele, dem zwischen Singen und Feiern zu erhalten. Kr möchte den Chor ein bewegtes, koloraturfreudiges Halleluja sich anschließt. kür gesund halten, dessen Mitglieder im geselligen Beisammen- Der gute Nindrusk- lält vern.uten. dali hier der Praxis- eit it sein ebenso von dem Atem des echten Liedes angehaucht ebrauchfähiges, wertvolles Werk wiedergeschenkt wurde. k werden, wie sie im Konzert das Bild einer der Chormusik . abrupte Schluß, dem die Emphase fehlt, die der Beginn ! dienenden Gemeinschaft bieten. des Halleluja verheißt, läßt nicht mit Unrecht annehmen, daß f . Der Bundessprecher Hans Thode begrüßte am Vorabend ger Fund ein Fragment ist. Vielleicht eröffnet sich die Mög- ° die Ehrengäste und anwesenden Teilnehmer. Frau Senator lichkeit, einen weiteren Fund als Werkschluß anzusetzen. o Dr. Klinsmann dankte als Vertreterin des Lübecker Senats Man würde die Lebenskraft der Kantate erhöhen und Buxzte- kür die Ehre, Lübeck zur Stadt des Bundesfestes gewählt zu hude damit nicht wehetun. k haben. Sie pries die bindende Kraft des Chorsingens und gab Mit zwei weitern Erstaufführungen erfuhr der Abend eine >- ihrem Wunsche Ausdruck, daß die Vesttage daran mitwirken das Interesse der Hörer steigernde Bereicherung: der Tenor- b. möchten, Volk und Musik wieder zueinanderzuführen. santate , Herr. wenn ieh nur dich habe‘ und - aus der Feder d Die Lawine der musikalischen Veranstaltungen rollte jg; Schätzschülers Christoph Bernhard — das geistliche E sodann über Lübeck hinweg, wie das an solchen Festen Konzert für Sopran „„Aus der Tiefen ruf ich, Herr“. Beide üblich ist. Die Tagespresse hatte ein Heer von Musikkritikern jiygrke fordern lan ge, umfangreiche Stimmen, die schwer zu .~ tufgeboten, um allen, auch den zahlreichen, gleichzeitig statt- finden sind. Die beiden Sänger der Abendmusik, zwei junge n kindenden Konzerten, einige Zeilen zu widmen. An dieser gchulmusiker, waren in dieser Hinsicht nicht die ideale Be- 1. Stelle soll nicht die einzelne musikalische Leistung gewürdigt, setzung; denn ihrer beider Stärke ist die hohe Lage. Aber die >- sondern nur in einer Gesamtschau die Zielrichtung der Chöre frische, totsichere Musikalität von Barbara Hille (Sopran) y Jes Schleswig-Holsteinischen Sängerbundes angesprochen jynd Johannes Hoefflin (Tenor) sowie deren Vertrautheit ! werden, wie sie sich aus den Programmen ergab. Das Volks. mit dem Werkstil entschädigten weitgehend für die ganz nor- 3 lied und volkstümliche Lied nahmen darin einen breiten Raum male Begrenztheit des verfügbaren Klangraumes. Barbara f tin. Sowohl der Männerchor als auch der gemisehte Chor Hille sollte übrigens vorerst technisch leichtere Gesangswerke h kühlten sich dafür zuständig. Schmarren und sentimentale jffentlich singen. Mängel im Registerausgleich, Tonansatz und ö Tränendrücker fehlten. Aus dem Arsenal gefühlsbetonter in der Atemtechnik werden nicht durch einige wunderschöne Chormusik unserer Vorväter hörte man nur bewährte Belege. PTzye in der Höhe und die ihren Urgrund bildende seelische Liebgewordene Texte aus dieser Zeit erschienen in neuer, Heschwingtheit ausgeglichen. Bei beiden Sängern war das ehrlich empfundener und zeitnaher Vertonung. Der regionale kräfteverhältnis zwischen ihnen und den begleitenden In- Oharakter des Liederfestes wurde sinnvoll dureh die Auf- strumenten nicht immer abgewogen. Der intensive, schöne führung landschaftlich verwurzelter Kompositionen unter- Geigenton deckte die Mittellage der Sänger zu. Es kam dem , strichen. Der Anteil der Gegenwart an den Liedsätzen und Ori-. Hÿrer der Gedanke, daß es besser wäre, wenn man nicht etwa k ginalkompositionen war beträchtlich. Der Männerchor machte die Geigen dämpfte, sondern zur Kurzhalsgeige grikke, wie . darin keine Ausnahme, er hatte sich sogar das unerschöpf. jan überhaupt bei einem so schönen maßgeblichen Vorhaben § liehe Veld der Renaissance erobert. Die Auswahl entsprach gigs damals gebräuchlichen Instrumente verwenden sollte. L im allgemeinen der Leistungsfähigkeit der Chöre. Die Be- In dem Bestreben Bruno Grusnicks, das Werk Buxtehudes !. mäühungen um ehrlichen und echten Gefühlsausdruck waren und seiner Zeitgenossen klangecht und stilrein aufzuführen, § in Werkwall und -darbietungen allenthalben spürbar und verbindet sich gute Sachkenntnis mit hoher Musikalität. Der [ ließen den günstigen Eindruck entstehen, daß die rLieder- Sing- und Spielkreis und in der Pflege der alten musica sacra >- tafelei‘ zu Grabe getragen wurde und der Name „Liedertafel bewranderte Instrumentalsolisten stehen ihm für seine Ver- n wieder einen guten Klang annimmt. Diese Entwicklung ist anstaltungsreihe als hochwertige Helfer zur Verfügung. Der sin eindrucksvoll demonstrierter Erfolg langjähriger Be- 1. Abend des Zyklus verhieß mit diesen Mitwirkenden für die .8 mühungen maßgeblicher Persönlichkeiten des Chorgesangs- Zukaunkt anregende und bereichernde Begegnungen mit dem u Wesens und zielklarer Chorerziehung in Stadt und Land. Die Werk Buxtehudes und seiner Zeitgenossen. § Voraussetzungen der Chorarbeit sind -das zeigte sich ebenfalls Johannes Brenneke hatte das Vokalprogramm mit )s auf dem Bundesfest + nieht immer gleichmäßig gut. Dis Or. z ans von Bruhns ,Weckmann, Reinken und Buxtehude [- Erfolge waren deshalb auch recht unterschiedlich, und die té Hor ron Husumer Buxtehudeschülers Präludium e-moll, [ Erags Us Nuetrzushses suvtie is —ubizet Cherectsher t §; L eröffnete, zeigt sn phantasiersizhey 1, ennend. i ie nun einm : f kurzgliedriger, tröh- >38 Richtung ~5 v ri nieht aufhören dürfen. Prpslureizter Yes y : run xrejos ur i Nr. 9 ! Immer wieder wird der Sog der Vir ! d ots fc hserthien f s cqstn verarbeitet in reichen; 1346: #tilrt: L erren i i n bei der j tian; us1k und r - 3- Z !2 22). 4111 beihet steev Erfols der Volkstumsarbeit sche Elegrezts „ tslsrischer kortertantar Hu a die gt. n — eine solche ist ja die Tätigkeit des Deutschen Sängerbundes srivcher 1 rot. ler damaligen Organisten ein interessantes letztlich _, von dem das Deuisoh:Nordisehe Liedertest Zougnis DO Gio a§lsuon. Köstlich klingt Adam Reinkens, des Lehrers n ablegte, stimmte zuversichtlich. Die Ziele sind markiert; mögen vgs nblesqr lor G-dur. Eine muikalische Miniatur it die Anregungen aut fruchtbaren Boden fallen! s ein Kleinod aus sets. solsttäzton Fs Posts: Ss; 18 , el! Keine andere Orge . önnte Sie : Dietrien Buxtehude und seine Zeit vicdergeben. wie His jleus Ialohiorgel ts Todt. Jon nus i Boginn einer V eranstaltungsroihs LAG is Die Kirchenmusik in St. Jakobi, die mit den „Stunden der sÊzi zpislüvuligrn Charwl r. Gere Geha] r- Orgelmusik“: von Johannes Rr onrons seit eijuiger Jahren n nen inneren itun es ries1gen Marel q < . 1 der G uute dut trag zk Zoshrsuug 407 die duch die jähr- Kammerspielkreis Lübeek . s lick Wiederkehrenden Aufführungen der Bachschen Y=tthzus. Über die 2., 3. und 4. Aufführung werden die Lübeckischen z. Passion dem Gebot traditioneller Verankerung folgt, empfängt BI tr. “igt berichten; doch werden wir in der nächsten t . orch sit Tuitiattes Brurio Hrusniets gr Z Nummer grundsätzliche Ausführungen über die Frage Jer ! blick h. M k Lt & ch zur Aulgshe gewscht, eq. Buxte. „Jysterienspiele“ rorlegen. 1 A5

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