Volltext: Lübeckische Blätter. 1935-41 Beilagenband (77-83)

Domorgel und Rrämerchor Die prächtige, stileinheitliche, mit reichem Schnitzwerk geschmückte Barockfasssade unserer Domorgel bildet die Schauseite eines 45- stimmigen Werkes, das 1666-1699 der berühmte Zamburger Orgel- bauer Arp Schnitger geschaffen hatte. Ls ist nach rund 200 Jahren 1893 durch ein neues ersetzt worden, das aus der Werkstatt von Walcker (Ludwigsburg), der bedeutendsten unserer Zeit, hervorging und 64, auf 3 Manuale und Pedal verteilte Stimmen enthält. Um in dem gewaltigen Kirchenraum eine ausreichende Kraft zu erzielen, wurden sowohl in das erste wie in das zweite Klavier je zwei acht- füßige, in der Mensur etwas verschiedene Prinzipale gestellt; die gedeckten Stimmen erhielten, zum Teil mit Silfe doppelter Labien, einen dicken Flötenton; die Mixturen, Muinten und Iweifüßer wurden als letzte Steigerungsstufe mit durchdringender Schärfe intoniert. Die auf diese Weise erstrebte Vermehrung der KRlangfülle ist nur teilweise erreicht und die Klarheit der Linienführung in polyphonen Orgelkompositionen beeinträchtigt worden. Daher er- schien namentlich auch in Rücksicht auf die ohnehin schwierigen akustischen Verhältnisse des Doms eine Aufhellung des Rlanges dringend wünschenswert. Bei den darauf abzielenden Ünderungen in der Disposition und Intonation, die in diesem Jahre unter der Leituna des hiesigen Orgelbaumeisters Karl RKemver ausgeführt Frontansicht der kleinen Orgel der Iakobikirche Rechts einige Pfeifen des während des Umbaues berausgesstellten Subbaß 16' Rückpositiv der kleinen Orgel der Iakobikirche
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.