Volltext: Lübeckische Blätter. 1907 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1907 (49)

E H Verhandl. d. Bürgerschaft am 25. März 1907. ist. Wissell nur noch einige andere hinzufügen. Ich habe Gebieten an Dinge gewöhnt, die Sie vor wenigen hen z. B. den Wunsch, daß der Staat dazu übergehen Jahren noch gar nicht einmal als zu den Aufgaben be- möchte, den ständigen Staatsarbeitern unter Fort. des Staates passend angesehen haben. Das werden nas, zahlung des Lohnes einen Sommerurlaub zu gewähren, Sie auch bei dieser Frage tun müssen, und Sie her ferner, daß ein gemeinsamer Arbeitsnachweis ein- werden sich daran gewöhnen, diesen Dingen erhöhte egs gerichtet werde, der sich nicht allein über die Statt Aufmerksamkeit zuzuwenden. Sie werden auch später- gas Lübeck, sondern über ganz Deutschland zu erstrecken hin, vielleicht gegen Ihren Willen noch dazu kommen, [uf hätte. Mit diesem Arbeitsnachweis ist dann verknüpft diese Dinge zur Ausführung zu bringen. ou. die Arbeitslosenversicherung. Das alles sind so schwer- Dann noch eins zu den Ausführungen des Herrn zeit wiegende Punkte, daß sie heute abend in der Bürger. Stender. Er vertritt den Standpunkt, die Frau soll ue schaftssizung gelegentlich der Budgetberatung unnösg- wie der Mann die gleiche Arbeit machen. Wir eim lich zu eingehender Erörterung kommen können. Ich sagen, die Frau soll nicht ausgeschlossen werden von ei habe auch nicht die Absicht, den Bürgerschaftssaal jener Arbeit, die sie ihrer ganzen Körperkonstitution rde hier zu einer Agitationstribüne zu machen. Das nach zu machen imstande ist und ohne körperliche »as überlasse ich denjenigen Herren, die durch die Art Schädigung ausführen kann, sie soll aber nicht )en ihres bürgerlichen Berufes darauf angewiesen sind, Schienen legen und Erdarbeiten machen. Fragen ben für eine bestimmte Partei Agitation zu treiben. Auf Sie nur einmal ihre nächsten Nachbaren, die Herren uf- etwaige Anzapfungen werde ich nachher nicht weiter Ärzte, Herr Stender! Die werden Ihnen sagen, ien reagieren. daß das Arbeiten sind, die für die Frau nicht passen. der Wissell: Herr Klein irrt ganz und gar und Darum werden wir gegen diese Arbeiten der FFrau Je- überschätt sich, wenn er meint, daß ich ihn zu den stets und immer opponieren. ler katholischen Sozialreformern hätte rechnen wollen. Bei der nun folgenden Abstimmung wird der bei Ich habe nur gesagt, daß das, was ich vorzubringen Antrag Wisssell abgelehnt. ht habe und anregte, etwas sei, was sowohl von evan- Damit ist die allgemeine Beratung erschöpft. de gelischen wie katholischen Sozialreformern längst ge- In der Spezialberatung bemerkt | aß fordert und längst als zur Ausführung reif erachtet Wortführer Dr. G ö r y (zu Abschnitt 1, Do- en wäre. Daß Herr Klein das schon gefordert hätte, mänen): Ich habe mit dem Herrn ständigen Senats- wüßte ich nicht, und darum kann ich ihn nicht ge- kommisssar über die Besichtigung des Gesamtgutes ki meint haben. Ich habe ihn auch nicht im ent- Weißenrode gesprochen. Der Herr Senatskommissar tel ferutesen im Auge gehabt. Herr Dr. Leverkühn hat mir erklärt, daß der Senat beabsichtige, zu ! weiß ganz genau die Gründe, die zur Ablehnung gelegener Zeit die Bürgerschaftsmitglieder aufzu- te seines Antrages geführt haben, Gründe, die sich gee. fordern, das Gut und namentlich die Gebäude zu t nau in derselben Weise auch gegen meinen Antrag besichtigen. Damit glaube ich, daß dem hier aus- sé verwenden ließen. Es ist ihm im vorigen Jahre gesprochenen Wunsche aus der Mitte der Bürgerschaft | auch gesagt worden, sein Antrag würde nur zur entsprochen wird. (Bravo.) zin ; .] Konfusion führen, und es würde lediglich eine neue Klein (zu Art. 3, Ländereien): Von Arbeitern te Behörde zu den schon vorhandenen geschaffen werden, des Gutes Behlendorf ist mir der Wunsch entgegen- n mit der man aber Ersprießliches nicht erreichen werde. gebracht worden, ob es sich nicht ermöglichen ließe, n Diese Einwände habe ich natürlicherweise erwartet, bei den Arbeiterkaten eine Wasserversorgungsstelle [. und ich war mir vollständig klar darüber, daß sie einzurichten. Es ist mir zwar bekannt, daß in te kommen würden. Das sind nämlich die alten Ein- Behlendorf große Schwierigkeiten bezüglich der Wasser- wände, die derartigen Neuerungen gegenüber stets er- verhältnisse bestehen. Aber es läßt sich nach dieser " hoben werden, wenn sie in irgendeiner Körperschaft Richtung hin vielleicht doch noch etwas tun, was ' gefordert werden, die sich sonst mit solchen Fragen für die Arbeiter von großer Annehmlichkeit sein . noch nicht befaßt hat. Diese Antwort habe ich also würde. Wenn jezt die Pumpe auf dem Behlen- t; vorausgesehen, und sie hat mich darum nicht über. dorfer Gut versagt, sind die Arbeiter gezwungen, rascht. Ich weiß auch, daß die Bürgerschaft sicher- entweder bei anderen Einwohnern Wasser zu holen lich eher dem Rat des Herrn Dr. Leverkühn und dvder aus dem zwanzig Minuten entfernten Behlen- des Herrn ständigen Senatskommissars folgt, als daß dorfer See. Vielleicht ist der Senat geneigt, noch- ft meinen Antrag anzunehmen geneigt iy eher mg! in tue H Es ftüfruz der §frase ttt: teter Tropfen höhlt den Stein, und den Anfang . Senator v. en burg: .: tÉierig und muß man mit diesen Dingen einmal machen un mn Behlendorf ist ganz außerordentlich schwierig t > RU; z - at bereits sehr viel Geld gekostet. Gewiß kann Uf ! t wet tj die Winjeht jputer v t U .. ssh: Hie Frage Urüßeii ob es möglich ist, 9 C
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