üdeckifche 
(Grfheinen täglih Morgens, mit Ausnahme der Somn- und Feßtage. 
Annahme der Injerate am vorhergehenden Werktage bıs 
  
6 Uhr Abende. Abonnements: 
  
Infertiongpreis für die Petitzeile 14 fgr., bei Plagannoncen 14 AB, im Uebrigen nah Maßgabe des in der Erped. ausliegenden Tarife, 
Ginhundertvierundzwangigfter Jahrgang. 
  
N 1873. 
Amtlicher Theil. 
Abdruc 
aus dem 2Sften Sräde des Neichsgefeßblattes, 
ausgegeben zu Berlin am 25. Juli 1873, 
Bekanntmachung, detreffend die Wbänderung der Vor- 
fchriften über die Verwendung der Wecdhfelftempel- 
marfen. Bom il. Zuli 1873. 
Der Bundesrath bat befehloffen, die in der Be- 
fanntmacbung zur Ausführung des Gefebes, betreffend 
die Wechfelftempelfeuer, vom 23. Juni 1871 (Meichs- 
Sefendl. S. 267) unter IL. zu 5. 13 Mr. 2 des Gefepes 
entbaltenen Worfehriften durch folgende Beftimmungen 
ju erfeBen: 
V In Bezug auf die Urt und Weife der Verwendung 
der Bundesttempelmarken zu Wecddfeln und den dem 
MWechfelktempel unterworfenen Unweifungen u. ff. w. 
(5. 24 des Gefeges (find nachfolgende Borfchriften zu 
  
  
1) Die den erforderliden Streuerbetrag darftelenden 
Marken find auf der Mücfeite der Urkunde, und 
zwar, wenn die Rücfeite noch unbefedrieben if, am 
oberen Rande derfelben, anderenfals unmitteldar 
unter dem legten Vermerke (Indofament u. f. w.), 
der fi@ auf der Mücfeite befinder, anı einer 
leeren Strelle dergefialt aufzulleben, daß ober“ 
balb der Marke fein zur Miederfedreidung eines 
MWermerkes (Indofamentes, Blanco: IndoFamentes 
u. f. mw.) binteidender Raum übrig dleibk. 
Der inländıfde Inhaber, welder die Marke auf» 
Plebr, bar fein Indoffament oder feinen fonftigen 
MWermerk unterhalb derfelben niederzufwreiben. 
Sn jeder einzelnen der aufgeklebten Marken müflen 
mindekens die Untangeduchfiaben des Namens, 
bestebungsmweife der Sırma Ddesjenigen, der die 
Marke verwender, uud das Darum der Verwendung 
(Anarabif@men Ziffern), mitzelft deutlider Schriti- 
aeiden (Bucdfaben und Zifiern) obne jede Mafur, 
Durchftreidung oder Weberfchrift niedergefdrieden 
fein (3. B. 
7/1. 70, ftatt 7. Januar 1870, €, F. M. fatt: 
@rait Friedrich Aoldenbauer, oder N. B. B, 
fatt; oddeutfehe Bereinsbank). 
@s tft iedod aud zulaffig, den Kafationdver 
mert ganz oder einzelne Tbeule deffelben (3. B. die 
Bezeidnung der Fırma) durch (dwarzen oder far- 
bigen Stempelabdruc herzuftellen, 
Enthalt der Kaffationsvermert mehr als nad 
dem Vorftedenden erforderlich iA (z. B. den aus- 
gefdriebenen Namen ftart der Antangsduchitaden, 
das Darum in Bum@aden Nait in Ziffern u. 1. w.) 
fo iA derfeide dennomd gültig, wenn nur die DOT- 
gefdrıedenen Stute (Unfangsbuchiiaben des Na- 
mens, Ddeziehungsweijle Der Sırma und Datum) 
auf der akaıte (1m befinden. 
Jede Durdkreuzung der Marke, au®d 
wenn fie die Schriftjeidden nit berübrt, 
if unfgatıhaft, ebenfo die Begeihnung der 
Monate Sepremder, Dstober, November 
und December durch 7’“, 5", I" und 10, 
Bei Wusticlung des Wecdfels auf einem gelem: 
pelten dlanker kann der an dem yolen 
Wesrage der Sıcuer etwa noch feblende Theil 
dur vorfmwilfismarıg zu verwendende Stempel» 
marten cıganzt Werden. se 
Eiempeluauten, weime nıcht in der vorgeftiebenen 
Weile verwendet worden find, werden als nImk DEL- 
wendet any-febhen (5, 4 des GefcHes). 
Derlin, den 11, Zuli 1878. 
Der NeidHskanziex. 
Im aulrage: 
ea. 
  
s 
Bekanntmadung. 
Bewerder um die zu belegende Stene eines 
ege-Inipectox’s, mit welcher eın jadrlihes Bedalt 
Den «1. 300, (360U NK.) vexbunten If, werden aufs 
Befordert, ıdre an den Hvyen Denat zu TIOIENCEN, MI 
cm gefeßlıdhen Stempei — 8 — yu verfehenden Ger 
"u®e unter Belegung etwartger gZeugniffe die zum 
2. Auguit d. Is. dei dem Dırlaenten des Poltzeie 
umtes, Senator Dr. Pitt — Wübhlenfrafe IJode, 
L,uart, Dr, 786 — einzurei@wen. 
Xüden, den 4, Wuguß 1874, 
Das Polizei-Amt. 
um Laute ver legten vierzehn Tage find derm 
Dolizei-Ame als gefunden u. A. eingeliefert: 
in filderner NolNs-Knopf, In der Köntgkraße, 
Cine Eodeere, aur dem Wale, 
Gin Zud-Pader, auf dem Wale, 
€ Tafdentud, vor dem Burgihore, 
in der Giodengteperfraße. 
in der Martenkurdde, 
  
Mittwodh den 1% Auguft 
1874, 
Ein Negenfehirm, Ir einer? Laden fteden gedlieden. Commiffion, mittlere Fleifhhauerfiraße Nr. 72, 
@ine Brille, auf ven Kartentirdhof. 
Ein Re Baumwole, auf dem Markte, 
Eine Dferdedede, vor dem Burgthore. 
Ein Bund Schlüfel, 
1 Brille, auf dem Kaufdern, 
ein volftändiges Berzeichnif fämmtl!icher als gefunden 
eingelieferter Sachen legt im Poltzet-Bureau zur Cin- 
t auf. 
Lübek den 11. Auguk 1874, Das Yolizeiamt. 
Befanntmadh ung. 
Um den Uebergang zur Reihemarkredhnung zu er- 
feichtern, welde nad) der am 25. v. Mts, vom Senate 
erlafjenen Verordnung mit dem 1. Januar 1875 aud im 
hiefigen Freiftaate eingeführt werden fol, hat das unter- 
zeichnete Departement die Veranftaltung getroffen, daß 
Stüde der neuen Reihefcheidemünze von 10, 5, 2 und 
1 Reichspfennigen in Beträgen von 6, 12, 18 und 24 
Neichsmark gegen Courantgeld Deutiden SGepräges eine 
gewechfelt werden Können und zwar zum gefeglidhen Ume- 
tedhnungsmerthe von 7} Neichspfennig für 1/3 Sourant. 
Der Umtanfh findet an der Stadtkaffe vom 17. d. Mite, 
ab bis auf Weiteres täglid in den Vormittagsfiunden 
van 9 bis 12 Uhr fiatt. 
Siebei wird in Erinnerung 
Scheidemünzen zufolge Art. 14. des MeichsgefeHes vom 
9. Zuli 1873 icon jegt gefeglidhe Zahlungsmittel find 
und bie zum Betrage einer Neichsmark von Jedermann 
in Zahlung angenommen werden müfjen, Bei der Um- 
rechnung werden Bruchtheile von Pjennigen der Reichs- 
mährung zu einem Pfennig berechnet, wenn fie einen 
halben Pfennig oder mehr betragen; Bruchtheile unter 
einem halden Pfennig werden nicht gerednet. Es können 
aljo Zahlungen: N 
von '/, SB Tour. mit 7A Neichsmünze 
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gebracht, daß die neuen 
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geleitet werden. 
Lübek den 6. Augufi 1874. 
Das Finanz.Departement, 
  
3um erften November diefes Jadres fon {In 
Lüder die mit Denfions- Berechtigung verfedene Stelle 
eines mit der Dder- Leitung der gefammten Land-, 
| Waffer- und Wegebauten beirauten Stadt-Baudirectors 
befeßt werden. Das Gedalt beträgt, feden vo 
| einer freien Di 10,( außers 
dem Werden bie zu Uquidirenden Bureau- und NMeife- 
Toften erflattet. Schrıfrlide Bewerdungen um Ddiefe 
Steße finv vis zum 21. Hug. di. Is. del Senator 
Dr. W. Bredmer in Cübek einzureiden. 
übe, den 1. Auguß 1874, 
  
Die Baudeyutation. 
  
i Verkauf von Bauplägen, 
| Um Wontag den 24 Uuguft 1874, Bormittaas 
11 Ubdr, tollem im Local ver Armenanftalt auf dem 
| üsege des Mriftgedots verkautt werden; 
Die an der Cdauffee vom Hürtertbor nach dem 
Mübdl.ntbor deleaenen Baudlage No, 43 (1550 [] m.) 
und No, 45 (1400 [] m). 
Die Bedingungen nedit Karte find im Bureau der 
MArmenannalt ausgelegt. 
Lübek den 8. Auguf 1874, 
Die Armenanftalt. 
Miethbequartiere, 
3Zweds Unterbringung der Mannfchaften 
des vom 18. bis incl. 27. AMuguft hier einzus 
quartierenden Iften Bataillons Hanfeat. Inf.- 
Regiment Nr. 76 in Miethequartieren — 
am 18, Auguft mit Verpflegung, die übrigen 
Tage ohne Verpflegung — werden Diejenigen, 
welche geneigt find, die Truppen aufzunehmen, 
erfucht, davon im Bureau der untergeichneten 
   
; Anzeige zu machen. 
Lübeg, den 6. Auguft 1874. 
Die Einquartierungs-Commiffton 
für die Stadt, 
Bekanntimadung. 
Daß die zwangsmäßige Einquartierung eines 
Zdeikes des vom 18, bis incl, 27, Zuguit Bier einzu. 
1fen Batailons Hanfeat, Inf. Regiments 
Nr. 76 unvermeidlich ift, wird diedurd dekannt gemadt. 
Die Einguartterung ver Mannfhaften am LS, Augut 
{ft mit Verpflegung, an den übrigen Tagen ohne 
Berdilegung. 
In erfterer Desiedung IA vorgelhrieben, daß fd 
ber Soldat im Allgemeinen mit der Mahlzeit der 
Duartiergeber beanügen mun, daß er aber a!8 taglid 
au verabreichende Verpflegung zu forbern beredtigt if: 
Gr. Fleiid — Gewidt des roden Kleiides —, 
Zugemüfe und Salz, foviel zu einer Mittags- ant 
Mbend« Mahlıeit gehört und das für einen Tag 
erforderliche Brot (bis zu 933 Gr.) 
Hrähfüg und Getränk hat ver Soldat von feinem 
Wirtde nidt zu fordern. Die voNfkändige Bekö« 
ftigung muß dem Soldaten ader felbft dann verade 
zeit werben, wenn er zu fpäter Tageszeit im 
Quartier eintrifft; 
unb betreffs der Einquartierung ohıte, Verpflegung If 
befonders berovorzubeben, daß der Du zrtierwirth 
die Benugung bes Kochfeuers und der Nochge 
gewähren dat. 
Lüber den 1i. Auguf 1874, 
Die Einquartierungs-Commiffion für die Stadt. 
   
  
S Benachrichtigung 
für Jnhaber von Pferde-Stalrkumen. 
Tinquartierungs-Statut UA Stadt Lüder und deren 
orftädte, 
SS. 6. 
Zur zwangsmäßinen Mufnabme von Pferden, MW 
urd fonfigen Militatr.Effecten find Yon Diejentaen. 
welche bie dazu gerfaneten Mäumlidhkeiten, zur 
zwangsmäßigen GefteNlung von Wagen oder Pferden 
Da DEE ar E ANLE MEN das erforderlide 
rl er die nötbigen erde 5 
HE gen D defißen, ver: 
_ Das Maaß folder Leikungen wird eintretenden- 
falls von der Einquartierungs: Commitfion, eventuell 
na® Anddrung der Betheiligten, unter Berücfihe 
Haung der in Betracht Tommenden Umpände, des 
mt, 
In Bezugnadbme auf vocftebenden al 
erjude die undekannten Irdaber von Dr Sul 
räumen, folde do Sofort anıumelden Breitekraße 780. 
. Cb. $. Schütt, 
Mitalied der € | X 
Den 10: det dan inquartterungs-Commiffion 
An der in Lübek zu erridtenden Gewerbes 
Ca welcde He bat, den GefeNen, Gedülfen 
ur € 5 aut 
ig der für {bren Beruf unentdebrliden Kennt- 
niffe nament!id im Zeidnen, in der Matbematit und 
ven NMaturwifenfbafren zu dirten und vier Klaffen fowte 
eine Bordereitungstiaffe umfalfen wird, fon zu Oftern 
1875 die Stelle eines Directors defeBt werden, 
Die mit Penflonsderedtigung verfedene Stelle Ik 
mit einem Jabresgedalte von NmX. 4800. bdotirt, 
weiches von 5 zu 5 Dienfüjadren um je Rm X 300, dis 
zu einem Gebhaltsmarimum vor RmX 6000. Neigt. 
Bewerber um diefe Stele wohen Ihre Gefuche nedf 
Zeuantffen dis zum 5. Septdr. d. Is. bet der unter- 
aei®neten Bebörde einreiden. 
£übden, den 10. Auouk 1874, 
Die Behörde für die Gewerbefdhule. 
GSarnifon- Lazarett, 
Zum 1. October cr, wird dıe Stelle eines Civil. 
Frantenwäartere, deffen Rrau als Lavarett-Nödin zu 
fungiren bar, im biefigen Köntaliden Garnifon- Lazarett 
wacant. Gehalt, det Freier Dienftwobnung, Feuerungse 
und Erleudtungsmaterialten-Deputaten, vorläufig 154 ap 
pro Monat, Perfonen, welde geneigt find, um diefje 
Antelung fi® zu dewerden, werten aufgefordert, fi 
bie fpäteftens zum 1, Sept-mber cr, im Bureau des 
unterzeidhneten Yayaretis — Vorflatt St. Lorenz, Ca- 
tbarinenfraße Nr. 17 — amwifjden 8 und 12 Uhr Morgens 
oder 2 und 5 Uhr Nadmirtags ıu melden. Mit Ciyik- 
verforaungsIdeımen verfebene Militatr-Anwärter werden 
bevorzugt. 
Lüdek den 11. Wuguk 1874, 
Königlihes Garnifon-Lazarett. 
Der Chefarzt 
Dr. Zürk. 
  
  
  
  
  
WERE 
    
Wa 
ATS 
Auzeigen, 
GErpedition im Wdreßhanfe (Nönigfiraße Nr. 655.) 
„Preis pr. Quartal 2 X 8, mit Bringerlohn in der Stadt, 
   
    
  
  
  
  
  
  
 
        

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