nbeckische Muzeigen 
von akerhand Sachen, deren Bekanntmachung dem gemeinen Wefeat 
nöchig und nüklich ik 
Acht und Zmanzigftes Stuck den 10. Yulül 1784, 
  
Von den giftigen Siebertropfen. 
DD viele Leute von geringen Stande bey 
dem zeithero im Schwange gehenden Kalz 
ten Fieber ihre Gefundheit durch die unordente 
Tiche Anwendung verfchiedener Fiebermittel abz 
fonderlich aber durch den höchft fhädlichen Ge: 
Brauch der arfenikalifchen Tropfen faßt gänzlich 
gerdarben haben; (o ifi Bin Aochweifer Rath 
diefer Stadt aus väterlicher Fürforge bewogen 
worden den Berkauf diefer giftigen und foges 
nanutenHamburger Siebertropfen zu verbieten. 
Damit nun aber der heilfame Zwechdiefes Man; 
dats möge erreichet werden; fo halte e& für 
eine Pflicht dem Publikum diefe giftige Arzenen 
nach ıbren Nennzeichen bekannt zu machen, 
Sie ift eine Mare Zinctur von helgelder auch 
wol von röthlicher Farbe, die ein wenig (äuerz 
lich und (üßlih (dhmecket, Sie hat feinen 
ftarken Geruch, als nur, wenn man fie auf 
glüende Kohlen tröpfelt; UWlsdenn riechet der 
auffteigende Dampf wie zerriebener Knoblauch, 
Diefes letzte Kennzeichen zeiget ganz deutlich 
an, daß diefe Fiebertropfen aus dem Arfenik 
oder dem NMakengifte von gewinnfüchtigen 
Quackfalbern gemacht werden, Sie verorduen 
diefelben zu 10 bis 15 Tropfen 2 oder zmal des 
Tages zu gebrauchen, um das kalte Fieber zu 
vertreiben. Bey einigen Perfonen bleibet zwar 
das Sieber darnach weg; es folgen aber andre 
Uebel darauf, welche viel fchlechter als das 
Fieber find, nemlich ein Brennen in der Bruft, 
ftarfer Durfty Berluft des Appetits, Mattigkeit, 
Sefchwulft des Unterleibes, Wafferfucht, 
Schwinbfucht und wol gar zuleßt ein lang: 
famer Zod; wofern man nicht fogleich durch 
häufigen Genuß fetter Milch oder velichten ins 
nerlidhen Mitteln und dergleichen Clyftiere das 
Sift aus dem Leibe zu treiben (uchet. 
Walbann, D, 
Vide Auroni Stoerk Antnıns medicus pP. 790 
uf imploriren Lei, Chriftian Nicolaus Carftens, 
für dıe Adminiftratores der Debit-Sache des 
Dris &errinann von Dahn ift (omohl hier val- 
vis Curiae, als auch zu Hamburg und Lauenburg 
ein publicuns Proclama affıgirt vorbauden, vere 
möge deffen 1.) alle und jede des Dris v. Dubhrs 
Gläubiger, welche wider der Fmploranten bıse 
herigen Adminiftration und laut producirtem 
Ylans Cub Litt, A, noch vorhabenden Diftribue 
tion diefer Malfe Ertanerungen zu machen fidj 
berechtiget halten, 2) alle diejenigen, welche am 
dem unter des Gemein-Schuldners Effecten gem 
fundenen Coffre mit Kleidungsfücken und Leinen, 
von deffen Bewandnıf man bisher no ununters 
richtet geblieben, Necht und Anfprache zu haben 
glauben mögten, peremtorie DDrgelADER Merden, 
längftens$ den 7. Aug. d.TF. entweder in Perfon 
oder durch einen genugfam Bevollmächtigten alle 
bier im Miesergerichte zu erfheinen und ihre 
Einwendungen, NecHte und Arfprüche gehörig 
an. und augsuführen, in deffen Enrfiehung aber 
zu gewärfigen, daß fie nad Ablauf des präfigire 
ten Termini weiter nicht gehöret , fomdern Cub 
poena filentii perpetui präcludiret, auch Imple- 
rantes ihrer bisserigen Adminifration und Die 
firibution halber gerichtlich quitirer;, zur ferwerem 
Diftridution aber nach Maasgabe ihres Plane 
poteftiviret und der Coffre mit Kleidern und Leio 
nen der Maflae qdjudiciret werden foRen, 
(L.S.) Actum Lubecae d. 8. May 17840 
ürgermeiftere und Rath der Kayferlichen 
Souvernements Stadt Meval eitiren und 
laden mittelft Öffentlidh auggefeßten Proclamatis 
alle und jede, welche irgend einige Anforderung 
und Unfprache an des feligen Kaufhändlers Paul 
Daniel Dahms Berlaffenlhaft , oder auch am 
dıe Firma Dahms & Hartmutbh maden zu Föne 
nen fich gefrauen, diemıt zum erfen, andern und 
drittenmale und alfo peremtorie, daß fie zeichen 
nun und dem 27. September diefes Fahres und 
Tängflens am je&t befagten Zage bey unferm 
 
	        

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