Lnbeckifcde Tnzeigen Don allerhand Sachen, deren Bekanntmachung dem gemeinen Werfen ; nörbig und nüßlich if, Scchstes Stück, den 6, Februarit 1768. Die Natur der Nabe, (Siehe das vorhergehende Stück.) S Yie nächfte natürliche Urfache, die e$ den Kaken leicht machet, andern Lhieren aufsupaffen und (olche zu fangen, licgt in dem VBortheil, den ihnen die befondre Befchaffenheit ihrer Yugen giebt. Bey den Menfchen, wie ben deu meiften andern Thieren, if der Nugapfel vera mögend, fich his auf gewiffe Grenzen zufammen zu jichen MO wicder zu ertveirern; er erweiterg fich nehmlıch, wenn es an Licht mangelt, und wird bey allsurkarkem Licht enger. Diefe Verenz gerung und Erweirerung ift bey den Augen der Kake und der Nachtvdgel fo beträchtlich, daß die Defnung des Auges in der Dunkelheit rund und weiß, am en Tage aber lang und fchmal, wie eine Linie, mwird, und diefe Thiere bey Nacht befler; als ben Tage {ehen, mie man bey den Machteulen, Uhuhen 1, d. 9. wahrninımt; denn &ie Geftalt ihres Yigapfels if allcınabhl rund, wenn fie vom Zwange freu Mt. Alfa befindet fich das Auge der Kake den ganzen Tag über in einer beffändigen Zufammenzichung, und ficht, {03 reden, ben flarkem Licht nur mit einer Ans firengung, ben der Abenddäammerung aber jenct €8 fich wieder in feinen natürlichen Zufland. Die Kaße fieht volfommen, und macht fich Ddiejen Bortheil zu Nuke andere Thiere auszufunde (haften, anzugreifen und zu überfallen. Man Fann die Kaßen, ob fie gleich unfere Haufer bewohnen, nicht völlig für Hauschiere erflären; auch diejenigen, die man ar beften gezsähmet hat, find deswegen Richt dienftbahrer. Man Fanu fie (o gar vollig frey nennen, fe hun nur was fie mollen, und nichts würde vermögend- fevu, fie an einem Orte, mo fie nicht bleiben wollen, einen Augenblick zu erhalten. Ueberdies find die meiften halb -wild, fie Fennen ihre Herrichaft nicht, fie halten (ich auf den Böden und Dächern auf, sumeilen bejuchen fie die Küche und die Spetfekammer, wenn fie der Hunger treibt, Hhrer werden mehr erzogen, als der Hunde; weil fie ung aber feltener vor Mugen find, {fs Bemerfet man ihrer Menge nicht fp genau, auch gewöhnen fie fi nicht fo fehr an die Menke en als an die Hiufer. Wenn man’fie ziemlich weit, wohl eine Stunde oder 3wo, weggelchaffetp Fommen fie doch von fich felbft auf ihren Boden wieder ,. vermuthlich destwocgen , weil fie da alle Mäufelicher , alle Ausgänge und SchlupfiwinFel wiffen;/ und bey der Rückreile weniger Mühe finden, als fie anmenden müfßfen, ein neues Land eben fo Fennen zu lernen. Die Kaken fürchten das Waffer, die Kälte und den üblen Geruch. Sie befinden fidj ern in der Sonne, fie legen ficß in die märmfien Plage hinter die Feuermauren , oder in die fen, Sie lieben auch Rducherwerk, und laffın ich von Perfonen, die wohlriechende Sachen um fid) haben, gerne nehmen und fireicheln. Der Geruch derjenigen Pflanze die man von ibnew deswegen Kageukraut genannt hat, erreget fie {9 fkarF und fo IL , daß fie für Vergnügen davon entzjückt fcheinen. Diefes SGemwächte in den Garten zu erhalten, muß-man es mit einent verfchloffenen Gitter umgeben; die Kaken riechen c& von weiten, Taufen binzu, wo fie Fönnen fi daran zu reiben, and Friechen fo oft darüber hin und her, das fie es in Furser Zeit jerffören, $ Sn U EAN A Ca VPE EEE EN WR CD ENGAGIEREN